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Analog unterwegs – solange es geht

«Digitale Identität stösst auf grosses Echo», Ausgabe vom 17. Dezember

Ende November wurde der erste «Nationale Digitaltag» durch­geführt. Ja, die Zukunft wird im Digitalen liegen. Anscheinend scheint alles so zu laufen, wie es gewünscht wird. Auch unsere Politiker sehen es so, unter anderem Dolfi Müller. Da wird in Zug eine Digital-ID eingeführt, wobei niemand so recht sagen kann, wie diese auch eingesetzt wird. In Zukunft werden noch einige andere, grössere Unternehmen kommen und wiederum andere Systeme einsetzen, wobei Zug mit Sicherheit Anpassungen machen muss, damit diese Systeme überhaupt miteinander kommunizieren können. Wer hat das bezahlt und wird das noch bezahlen müssen? Politiker und Wirtschaftskräfte sagen, dass Arbeitsplätze wegfallen und natürlich viele dazukommen werden. Natürlich fallen Arbeitsplätze weg. Es fallen Arbeits­plätze weg, die von Menschen besetzt sind, vor allem mit mittleren Qualifikationen, zum Beispiel mit einem Lehrabschluss. Dafür werden vor allem hoch qualifizierte Stellen dazu kommen. Und wer, ausser «Studierte», könnte diese Plätze besetzen. Und was ist mit all denen die kein Studium absolvieren können? Etwa 25 Prozent aller Studierenden kommen aus dem Ausland. Wenn wir mehr hoch qualifizierte Arbeitsplätze wollen, die von in der Schweiz lebenden Menschen besetzt werden, müssen wir zuerst einmal zusehen, dass die Studienplätze auch von in der Schweiz Wohnhaften besetzt werden können. Ansonsten wird es weiter so laufen wie bis jetzt, sodass wir diese Arbeitskräfte im Ausland rekrutieren. Um das umzusetzen, müssten wir aber schon in der obligatorischen Schulzeit anfangen. Aber was wird gemacht? Es wird in der Schule gespart, Frühfranzösisch durchgeboxt, das nicht viel mit unserer digitalen Zukunft zu tun hat, usw.! Ganz sicher wird auch «Sicherheit» ein weiterer wichtiger Punkt sein, der in Zukunft zu beachten sein wird. Nicht nur Menschen, auch Maschinen können manipuliert werden. Ich halte mich bis auf weiteres mehrheitlich auf «analoger Ebene» auf, bis der Zeitpunkt kommt, an dem ich nicht mehr anders kann und auf die «digitale Ebene» wechseln muss. Nicht weil ich Angst vor dieser Zukunft habe, weil ich noch ich selber sein und mich nicht durch Maschinen manipulieren lassen will.

Martin Iten-Iten, Alosen

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