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Anliegen stösst auf Gehör bei Urner Bevölkerung

Zur Initiative der Jungen SVP zur Abschaffung der Weiter­ausbildungskurse (WAB)
Adrian Dittli, Altdorf

Die Tatsache, dass sich einzelne Neulenkerinnen und Neulenker fehlerhaft verhalten, darf nicht dazu führen, alle als potenziell gefährlich einzustufen. Für diejenigen, welche sich fehlerhaft verhalten, soll der Wiederholungskurs eine Chance sein, Bildungslücken zu schliessen und das Fahrverhalten zu korrigieren. Im Normalfall erhält dann jede Neulenkerin und jeder Neulenker ohne Verfehlung gegen eine schwere Widerhandlung des Strassenverkehrsgesetzes mit dem Ablauf der Probezeit automatisch den unbefristeten Führerausweis. Damit wird die Sicherheit verbessert, ohne flächendeckend alle Neulenkerinnen und Neulenker unnötig zur Kasse zu bitten.

Innerhalb kürzester Zeit konnte die JSVP Uri die benötigte Anzahl an Unterschriften für diese Standesinitiative sammeln. Dies zeigt, dass diese Anliegen und Interessen, welche von der Jungpartei aufgenommen und behandelt werden, bei der Urner Bevölkerung auf Gehör stossen. Also nutzen wir doch diese Chance am 21. Mai 2017, und schaffen wir diese Neulenkerkurse endlich ab. Jede Stimme zählt.

Adrian Dittli, Altdorf

Wird die Notwendigkeit der WAB-Kurse mit der dadurch angeblich erhöhten Verkehrssicherheit begründet, muss man sich doch fragen: Warum müssen die erfolgreichen Absolventen der Fahrprüfung nach zwei unfallfreien Wintern einen Kurs besuchen, um dort zu repetieren, unter welchen Bedingungen ihr Auto zu rutschen beginnt? Auch sollte man sich getrost überlegen, inwiefern der zweite Kurs mit dem Thema «ökologisches Fahren» zur Verkehrssicherheit beiträgt.

Obwohl gewisse Kreise die Junglenker mit Aussagen wie «Jeder zweite Neulenker war in einen Unfall verwickelt» als extremes Verkehrsrisiko abstempeln wollen, lohnt es sich dennoch, die Zahlen selbst etwas unter die Lupe zu nehmen und sich auf klar nachprüfbare Zahlen zu beschränken: Während in den Jahren 2012 bis 2016 insgesamt 465624 Personen die praktische Prüfung bestanden haben, wurden 10516 Unfälle mit Personenschäden von Neulenkern (18- bis 24-jährig) verursacht. Dies macht in diesem klar definierten Bereich eine Quote von 2 Prozent. Bei vielen dieser Unfälle war die Unfallursache Fahren unter Drogen-/Alkoholeinfluss, Übermüdung oder Unachtsamkeit. Alles Fahrlässigkeiten, die sich auch mit WAB-Kursen nicht verhindern lassen.

Trotzdem so eine pauschale «Sondersteuer» für junge Fahrzeuglenker zu begründen, ist doch etwas dürftig. Aus diesem Grund stimme ich am 21. Mai Ja zur Abschaffung des WAB-Obligatoriums.

Tobias Baumann, JSVP Uri, Seedorf

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