Anteil des Kantons ist finanzpolitisch nicht vertretbar

Zur Diskussion um die Beteiligung des Kantons Nidwalden an der Airport Buochs AG
Werner Jöri, Alt Nationalrat, Ennetbürgen

Die Subvention in der Höhe von 10 Millionen Franken an die Pilatus-Werke ist umstritten. Das Nidwaldner Volk, das gut zu seinen Steuerbatzen schaut, wird dies zu korrigieren wissen. Erneut werden dann am Verhandlungstisch David und ein überstarker Goliath um Millionen verhandeln. Dem Übermächtigen in der Person des omnipräsenten und cleveren CEO Oscar Schwenk der Pilatus-Werke wird schwer Paroli zu bieten sein.

Der 10-Millionen-Anteil des Kantons ist finanzpolitisch nicht vertretbar. Direktbetroffene der nicht enden wollenden Sparrunden beispielsweise reiben sich darob die Augen. Es sind AHV-Rentner mit Minimalrente, EL-Bezüger, von Prämienverbilligung abhängige Menschen, vom Sparen demotivierte Erziehende und weitere Kreise von Verlierern der Sparmanie.

Wenn schon Erhaltung von Arbeitsplätzen und Wirtschaftsförderung in den Mund genommen werden, sei daran erinnert, dass KMU-Betriebe das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden. Sie sichern auch Arbeitsplätze, bekommen keine Bankkredite und stellen frustriert fest, dass Millionen in Richtung Pilatus-Werke verteilt werden, die dort nicht benötigt werden, aber zum Aufpolieren des Gewinns mit Steuergeldern die Aktionäre bei Laune halten.

Werner Jöri, alt Nationalrat, Ennetbürgen

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