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Auch das Geschlecht nicht nennen

«Soll Polizei die Nationalität von Straftätern veröffentlichen?», Ausgabe vom 9. November

Die Nationalität von Straftätern soll geheim gehalten werden, irgendwie verständlich, fühlen sich doch die Angehörigen einiger Volksgruppen, welche da viel zu oft genannt werden, nicht wirklich gut. Immerhin sind dies Landsleute, und das gibt ein schlechtes Image. Allerdings, wenn es denn nicht mehr relevant sein soll, welcher Nationalität, Volksgruppe, Hautfarbe ein Straftäter angehört, verlange ich zumindest, dass man auch das Geschlecht der Täter nicht mehr erwähnt. Ich fühle mich als Mann wohl genauso schlecht wie ein Kosovare, Albaner, Rumäne oder andere Landsleute, wenn seine Gruppe als Täter genannt wird. Immerhin gibt es ja auch Transmenschen, Intersexuelle und andere Geschlechter, warum also müssen Männer explizit genannt werden? Das hat dann wohl auch keinen Einfluss auf die für die Menschheit relevante Information über einen Einbruch, eine Autoraserei oder einen Raubüberfall usw. Wenn es denn nur darum geht, keine Gruppierung zu diffamieren, dann ist in Zukunft von Täterschaft zu sprechen. Natürlich gilt das auch für die Opfer, denn auch dort dürfen dann weder Nationalität noch Geschlecht usw. genannt werden. Wenn schon scheinheilig, dann konsequent. In etwa, das mutmassliche Opfer wurde von einer mutmasslichen Täterschaft überfallen. Es gilt für Opfer wie Täterschaft die Unschulds­vermutung.

Karl Künzle, Menzingen

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