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Bauer setzt auf Egoismus

Zum Artikel «Postauto darf nicht zum Resort fahren», Ausgabe vom 19. Mai

Beim morgendlichen Lesen der Zeitung: Der Aufmacher auf der Front kündet an, dass die Direktzahlungen für die Landwirtschaft gekürzt werden. Ich bin etwas verärgert. Dann lese ich im Lokalteil: Ein Bauer auf dem Bürgenstock wehrt sich, dass einmal stündlich ein Postauto über seine Privatstrasse fahren darf. Jetzt ärgere ich mich als Person, die mit ihrem Steuerscherflein dazu beiträgt, dass die Schweizer Bauern nicht verelenden wie andernorts in Europa und vom Bund 2,8 Milliarden Direktzahlungen jährlich erhalten. Und ein Querkopf auf dem Bürgenstock ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht bewusst und setzt auf Egoismus.

Anderseits zeigen die späten Verhandlungen der Behörden mit dem Bauern, wie lange sie mit einer schlüssigen Verkehrskonzeption für das neue Resort gewartet haben. Wenn sich täglich die 500 Angestellten und dazu Heerscharen von Hotel- und Tagesgästen auf den Bürgenstock bewegen, wird das Chaos gross sein. Vielleicht kommt der Regierungsrat dann auf die zündende Idee: Die Bundesverfassung garantiert wohl das Privateigentum, erlaubt aber auch im öffentlichen Interesse – etwa für Verkehrsprojekte – Enteignungen.

Delf Bucher, Buochs

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