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Leserbrief

Montana: Bedeutsames Ortsbild

«Luzern: Stadtrat will Abbrüche erleichtern», Ausgabe vom 7. September

Der Antrag des Stadtrates auf Anpassung der 2013 revidierten Bau- und Zonenordnung (BZO) ist eine direkte Folge des Projekts Hotelfachschule Schweiz, die ohne Abriss des Personalhauses aus den späten sechziger Jahren nicht gebaut werden kann. Der Stadtrat will den Weg freigeben für die Realisierung des projektierten Kolosses. Dieser sieht eine Verdichtung nach Massgabe einer Kernzone vor. Die Voraussetzungen dafür wurden 2013 festgelegt, als die Montana-Parzellen in den Kernzonen-Status umgezont wurden. Der Stadtrat ist gut beraten, im Hinblick auf eine Anpassung der BZO auch diese Umzonung noch einmal zu überdenken. Denn sie bedeutet, wie man auf der Abbildung in dieser Zeitung mit dem Baugespann bestens sehen kann, einen eklatanten Eingriff in das ortsbildgeschützte Quartier.

Das Projekt deckelt die Montanbahn-Station mit dem Vorplatz zu und bringt das ehemalige Hotel Belvedere, das dem kantonalen Inventar schützenswerter Bauten angehört, visuell zum Verschwinden. Die Montanabahn-Station, ihr Vorplatz und das begrünte Trassee bilden zusammen mit den schützenswerten Bauten Palmenhof und Belvedere eine einmalige Ortsbildkonstellation aus der grossen Tourismusepoche vor den Weltkriegen. Nicht nur das Quartierbild würde nachhaltig abgewertet, sondern auch das Hotel Montana selbst, das 2018 zum besten Hotel der Schweiz gekürt wurde. Es verlöre mit der Montanabahn-Station ihr markantes Tor zur Stadt und seine einmalige majestätische Position durch die Ausmerzung des Parkgrüns zu seinen Füssen und die Beigesellung eines konkurrierenden Kolosses. Die neue Schweizerische Hotelfachschule muss damit rechnen, als kostspielige Planungsleiche zu enden, sollte das Bundesgericht mit Unterstützung der Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission entscheiden, dass der Ortsbildschutz an dieser Stelle zwingend ist.

Hans Renggli, Luzern und Zürich

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