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Bei Krankenkassen-Fusion: Arbeitsplätze von KLuG in Zug in Gefahr

Stellungnahme des Präsidenten des Verbands der kleinen und mittleren Krankenversicherer zum Leserbrief des KLuG- Vorstandes und zum ent­sprechenden Zeitungsartikel vom 25. April.

Als Präsident des RVK, dem Verband der kleinen und mitt­leren Krankenversicherer ist es meine Aufgabe, die Verbandsmitglieder in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen und vor Folgen zu warnen, welche die föderale und wettbewerbliche Struktur des Krankenversicherungsmarktes beeinträchtigen. Der Gesetzgeber wollte diesen Wettbewerb und hat ihn im KVG so verankert.

Nun aber konkret zu einigen Punkten im Leserbrief des KLuG-Vorstands vom 3. Mai in dieser Zeitung: Am 2. März dieses Jahres hatte ich anlässlich meines Antrittsbesuchs in den Räumlichkeiten der KLuG in Zug ein Gespräch unter anderem mit deren Präsidenten. Es hätte die Möglichkeit gegeben, mich über die Pläne und Hintergründe dieser geplanten Fusion, Auflösung der KLuG und Vermögensübertragung an die Helsana zu informieren. Leider wurde ich hierüber in Unkenntnis gelassen und erfuhr erst Mitte April aus der Einladung des Vorstands zur Vereinsversammlung von diesen Vorgängen. Gerne wäre ich vorgängig für ein solches Gespräch zur Ver­fügung gestanden.

KLuG weist für das Jahr 2017 ein sehr gutes Ergebnis aus. Aus dieser Sicht also ein nur schwer nachvollziehbarer Grund für die Auflösung einer so traditionsreichen Krankenkasse, welche aktuell ihr 100-Jahr-Jubiläum feiert!

Dass in der Vergangenheit die Geschäftstätigkeit der KLuG nicht immer problemlos war, möchte ich nicht verschweigen. Seine Entscheide aber nur auf die Vergangenheit abzustützen, ist nicht ratsam, wenn diese erfolgreich überwunden sind. Die Aufsichtsbehörde hat heute keinen Grund mehr, der KLuG eine Fusion nahezulegen, nachdem sich die Kennzahlen so positiv entwickelt haben. Das gute Ergebnis ist natürlich auch auf die erwähnten Risikoausgleichszahlungen zurückzuführen. Der Risikoausgleich ist ein gesetzlich vorgesehenes Instrument, bei welchem eine Kasse aufgrund ihres Risikoprofils entweder Zahlungen aus einem Pool erhält oder in diesen Pool einzahlen muss. Diese Risikoausgleichszahlungen sind auch bei der Helsana ein gewichtiger Faktor – ohne diese selbst die grosse Helsana rote Zahlen schreiben müsste. Trotz diesen Ausgleichszahlungen im dreistelligen Millionenbereich dürfte aber kaum jemand die langfristige Eigenständigkeit der Helsana in Frage stellen.

Und zum Schluss noch zu den Arbeitsplätzen: Auch wenn der Fusionspartner Helsana eine Übernahme aller Arbeitsplätze garantiert, sind diese für den Platz Zug eben doch ver­loren. Denn Helsana garantiert lediglich den Erhalt der Arbeitsplätze, sagt aber nicht wo und auch nicht für wie lange. Es verschwindet also nicht nur ein Traditionsunternehmen, sondern auch die Arbeitsplätze. Eine Auflösung einer Krankenkasse, welche ­ gut funktioniert, ist – mit Ausnahme des Fusionspartners – in niemandes Interesse.

Aus all diesen Gründen habe ich mich als Zuger und RVK-Präsident gegen dieses Vorhaben ausgesprochen.

Peter Hegglin, Ständerat CVP, Zug

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