Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Beleuchtung eines sensiblen Stadtbildes

Zur «Chefsache» «Es werde Licht», Ausgabe vom 16. Dezember
Walter Trutmann,

Das nächtliche Stadtbild, besonders jetzt in der Winterzeit, fasziniert mich als Heimweh-Luzerner bei jedem Besuch wieder. Der 2008 vom Volk angenommene Plan Lumière steht bald vor dem Abschluss und hat der Stadt eine höchst stimmungsvolle Aufwertung gebracht. Den Verantwortlichen gebührt für ihre Bemühungen ein grosses Kompliment.

Leider gibt es noch immer Störfaktoren, deren Beseitigung am Widerstand der Eigentümer scheiterte. Die farbigen Fenster des Hotels Schweizerhof sind noch immer strittig. Der Eigentümer beharrt aus eigener, fragwürdiger, kommerzieller Sicht auf seiner Extrabeleuchtung. Dass diese Beleuchtung von innen erfolge und daher dem Plan Lumière nicht widerspreche, ist eine ziemlich abstruse Argumentation. Sie widerspricht nun wirklich den Bemühungen um eine harmonische und abgestimmte Illumination des see- und reussseitigen Stadtprospektes.

Eine temporäre individuelle Beleuchtung aus bestimmtem Anlass, zum Beispiel farbig gestaltete Adventsfenster, mag tolerierbar sein, nicht aber eine permanente Fantasiebeleuchtung, die von einem immerhin auch vom Volk genehmigten Beleuchtungskonzept abweicht. Es ist für mich stossend und auch ärgerlich, wenn der Chefredaktor dieser Zeitung in seiner «Chefsache» sich derart prononciert für die aus seiner Sicht so tolle Idee eines innovativen Hoteliers ausspricht. Er hat offenbar noch kein genügendes Sensorium für das äusserst sensible Stadtbild Luzerns entwickelt. Ein zweites Beispiel ist die Beleuchtung des Hotels Montana. Diese übertrifft die Helligkeit aller angestrahlten Gebäude bei weitem und will sich so als besonders exklusiv präsentieren. Das Hotel Montana liegt wohl nicht im Perimeter des «Plan Lumière», ist aber doch vom Zentrum aus gesehen Teil des schützenswerten Stadtbildes.

Eine Abstimmung mit den wichtigen anderen Gebäuden (wie Hofkirche, Suva-Gebäude und so weiter) ist zwingend erforderlich. Der Stadtrat ist sicherlich immer wieder dem Druck kommerzieller Interessen ausgesetzt. Ich hoffe, der Stadtrat vermag diesem Druck Stand zu halten und den Schutz des Stadtbildes als vorrangig zu betrachten.

Walter Trutmann, Sarnen

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.