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Leserdebatte

Bescheidene Erhöhung

«Unternehmenssteuern: Luzern gibt Rang 1 ab», Ausgabe vom 24. Mai

Der regierungsrätliche Vorschlag zielt darauf ab, die unerfreulich finanzielle Situation des Kantons Luzern in Ordnung zu bringen. Er verdient ein positives Echo, denn das Loch in der Staatskasse lässt sich ohne Mehreinnahmen nicht stopfen. Darum schlägt die Regierung eine bescheidene Erhöhung der Steuern vor, und zwar für die natürlichen und die juristischen Personen. Dies entspricht dem Willen des Volkes, den es in Abstimmungen zum Ausdruck brachte. Weil das Defizit auf den in den letzten Jahren vorgenommenen Steuerabbau zurückzuführen ist, scheint es richtig, hier den Hebel anzusetzen.

Dass die ausgewogene Lösung in jenen Kreisen abgelehnt wird, welche die einseitige Politik des Sparens propagieren, war zu erwarten. Anscheinend berührt es sie nicht, dass auf der «Schmalspur des Sparens» die finanziell Schwachen überfahren werden. Ich denke dabei an die Behinderten, die Langzeitarbeitslosen, an die alleinerziehenden Eltern, an die auf Stipendien angewiesenen Jungen, an jene, die nicht im Stande sind, die Krankenkassenprämien zu bezahlen. Wenn der Staat seine ausgleichende Funktion nicht grob vernachlässigen will, ist er auf Mehreinnahmen angewiesen.

Dass dabei auch die Unternehmen einbezogen werden, finde ich angemessen, denn die Tiefsteuer-Strategie hat die Erwartungen nicht erfüllt, sondern das Gegenteil bewirkt: eine massive Kürzung des Bundesbeitrages aus dem Finanzausgleich. Ich bin überzeugt, dass die meisten Unternehmer die bescheidene Steuererhöhung als richtig empfinden, sind sie doch an einer Politik des sozialen Friedens ebenso interessiert wie wir alle.

Adolf Fuchs, Luzern


Es geht langsam auf die Wahlen 2019 zu. Plötzlich wird eine Erhöhung der Gewinnsteuern für Firmen um 0,10 Prozent bei den Regierungsvertretern, insbesondere beim Finanzdirektor Marcel Schwerzmann, zum Thema. Ich bin Gegner der Tiefsteuerstrategie, die bisher nur das einfache Volk belastet hat. Das Ganze hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Haben wohl einige Regierungsvertreter und Kantonsräte Angst nicht mehr gewählt zu werden und wollen sich das Wohlwollen der Stimmbürger mit der Steuererhöhung zurückkaufen?

Thomas Emmenegger, Ermensee

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