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Bezahlbarer Wohnraum bedeutet nicht grässliche, klotzige Überbauungen

Ausgabe vom 16. März
Yannick Ringger, Zug

Rainer Leemann macht es sich in seinem Leserbrief vom 26. März mit seiner undifferenzierten Haltung gegenüber preisgünstigem Wohnraum allzu einfach. Die Wohnungen in der Gartenstadt gehören zu den wenigen bezahlbaren in der Stadt. Mit dem Neubau würden die Mieten steigen, egal, wann gebaut wird, und für viele Bewohner nicht mehr bezahlbar sein. Das Scheitern des Projekts Unterfeld/Schleife hat vor allem damit zu tun, dass auf Baarer Seite kaum bezahlbare Wohnungen geplant waren. Auf Zuger Seite muss aufgrund der Vereinbarung der Korporation mit der Stadt sowieso ein gewisser Anteil Wohnungen preisgünstig sein, daran ändert die Ablehnung nichts. Legt man ein ausgereiftes Projekt vor, das architektonisch ansprechend und verdichtet gebaut ist, ins Stadtbild passt und genug bezahlbaren Wohnraum (insbesondere auf Baarer Seite) anbietet, wird die Bevölkerung dem zustimmen. Wie eine kürzlich erschienene Statistik des Bundesamtes für Statistik zeigt, hat Zug schweizweit die mit Abstand höchsten Mieten. Zug braucht mehr bezahlbaren Wohnraum. Das heisst allerdings nicht, dass man grässliche und klotzige Überbauungen erstellen muss – sondern bedingt nachhaltige, verdichtete, zum Stadtbild passende Siedlungen, die auf die Interessen der lokalen Bevölkerung Rücksicht nehmen. Um diese langfristig und sinnvoll zu planen, benötigt der Kanton Zug einen Kompass und verbindliche Ziele, um bezahlbaren Wohnraum endlich konsequent zu fördern. Diese Möglichkeit erhält die Zuger Bevölkerung am 21. Mai, wenn sie über die Initiative für bezahlbaren Wohnraum abstimmt. Wenn Rainer Leemann bezahlbarer Wohnraum wirklich am Herzen liegt, würde er – und seine Partei – sich für diese Initiative aussprechen, anstatt mit kruden Aussagen zu polemisieren.

Yannick Ringger, Zug

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