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Brauchen wir ergänzende Tagesstrukturen?

«Betreute Kinder polarisieren», zur Abstimmung in Obwalden über die familienergänzende Betreuung. Ausgabe vom 29. April
Pia Berchtold-von Wyl, Kantonsrätin Cvp, Kägiswil

Braucht es die schulergänzenden Tagesstrukturen? Die Gesellschaft verändert sich und entwickelt sich weiter. Ich nenne hier nur einige Stichworte aus der Arbeitswelt: Digitalisierung, Globalisierung, Import/Export, Berufsbildung, Kommunikation ... Aber auch die Familienstrukturen haben sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Das neue Familienbild umfasst die verschiedensten Familienformen. Statistiken zeigen, dass im Moment 65 Prozent der Abschlüsse an den Schweizer Universitäten Frauen machen. Im Gesundheits- und Sozialwesen liegt der Frauenanteil in der Ausbildung bei 90 Prozent. Dies hat zur Folge, dass viele Frauen auch mit Kindern im Vorschul- und Schulalter im Erwerbsleben bleiben, oft im Teilpensum. Die Wirtschaft sowie das Gesundheitswesen sind auf die Frauen angewiesen.

Laut einer Studie des Bundesamtes für Statistik werden heute nur noch 32 Prozent der Kinder unter drei Jahren ausschliesslich von den Eltern betreut. Die logische Folge ist, dass gute Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Bis zum Eintritt in den Kindergarten sind in Obwalden Angebote für die Betreuung der Kinder gesetzlich geregelt. Bei den schulergänzenden Tagesstrukturen fehlen aber die gesetz­lichen Grundlagen. Diese Lücke kann mit einem Ja zum Nachtrag im Bildungsgesetz geschlossen werden. Die Eltern bleiben verantwortlich für die Erziehung und Betreuung der Kinder. Sie bezahlen die Kosten für die Betreuung selber, werden aber bei einem tieferen Einkommen vom Kanton und von den Gemeinden unterstützt. Mit einem Ja zu den schulergänzenden Tagesstrukturen gewinnen alle, vor allem die Kinder und Familien, die Gemeinden, der Kanton, aber auch die Wirtschaft.

Pia Berchtold-von Wyl, Kantonsrätin CVP, Kägiswil

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