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Braucht es Umdenken bei Fremdsprachen?

Zur Abstimmung über die Fremdsprachen-Initiative im Kanton Luzern am 24. September

Wie gut waren Sie in Mathematik? Es gibt Menschen, die liebten Mathematik in der Schulzeit über alles. Und jene, die so einigermassen mitkamen. Und es gibt noch einige unter uns, die mit Mathematik auf Kriegsfuss standen. Doch käme es jemandem in den Sinn eine Volksinitiative zu starten, um Mathematik von der Primar- in die Sekundarschule zu verschieben, weil dieses Fach einem Teil der Schülerinnen und Schüler schwerfällt?! Genau dies aber tut die Fremdsprachen-Initiative in der Sprachenfrage. Mit welcher Wirkung? Haben die Jugendlichen in der Pubertät mehr Lust auf das Erlernen einer Sprache? Fällt es Jugendlichen leichter, eine neue Sprache zu lernen? Wohl kaum. Es gibt wichtige Gründe, weshalb die Initiative abzulehnen ist. Die Initiative schwächt die Qualität der Volksschule! In der mehrsprachigen Schweiz und in der globalisierten Wissensgesellschaft gehören Englisch und Französisch zur Grundbildung. Mehrsprachigkeit ist ein Wettbewerbsvorteil für unsere Kinder.

Carlo Piani, Kantonsrat CVP, Sursee

Auffällig viele Leserbriefschreiberinnen und -schreiber des Nein-Komitees sind Kantonsräte und Lehrpersonen, deren Söhne und Töchter das Gymnasium besuchen oder besucht haben. Wo ist die Lobby für die Mehrheit der anderen?

Fredy Muff, Primarlehrer, Nebikon

Ein überparteiliches (SVP-lastiges) Komitee, der Leiter der Abstimmungskampagne nur eine Fremdsprache auf der Primarstufe, der LLV (Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverein), einige Lehrkräfte der Primar- und Oberstufe, Politiker und Politikerinnen und andere Siebengescheite versuchen, eine der zwei Fremdsprachen auf die Sekundarstufe zu verschieben. Dies mit fragwürdigen Studien und hinkenden Vergleichen mit Deutsch und Mathematik. Dass die Erfolgsaussichten bei einer Annahme der Initiative in diesen Fächern grösser wären, ist auch so ein Märchen wie die Behauptung, dass nur eine Fremdsprache und dabei logischerweise Französisch günstiger käme. Beim Französisch bestehen die Lehrmittel, und der Übergang an der Sekundarstufe ist gewährt. Kommt aber Englisch an die Oberstufe, müssen neue Lehrmittel angeschafft werden, denn die Schülerinnen und Schüler werden sicher nicht mit den gleichen Büchern wie jetzt in der dritten Primarklasse beginnen können. Auf der Primarstufe lernen die Schülerinnen und Schüler Sprachen lustbetont, situationsbezogen und ohne analytischen (zerlegenden) Zwang. Geben wir ihnen weiter die Chance, beide Fremdsprachen zu erlernen.

Peter Kessler, Wolhusen

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