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Leserbrief

Bundesrat: Haben Nicht-Bundesparlamentarier eine Chance?

«Zentralschweiz macht Druck auf Bern», Ausgabe vom 29. Oktober

Unter den Frauen und Männern, die aktuell als mögliche Anwärter auf eine Wahl in den Bundesrat im Gespräch sind, figurieren auch solche, die nicht dem eidgenössischen Parlament angehören. Namentlich zählen dazu die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen (CVP) und der Schaffhauser Regierungsrat Christian Amsler (FDP), die beide offiziell von ihren Kantonalparteien portiert wurden. Dass solche «Quereinsteiger» in den Bundesrat gewählt werden, ist zwar eher die Ausnahme. Aber ein Rückblick zeigt, dass es in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt und seit dem Einzug der Frauen ins Bundeshaus vermehrt vorgekommen ist.

Der «Königsweg» in den Bundesrat führt zweifellos über ein Mandat im National- oder Ständerat. «Die Gruppensolidarität der eidgenössischen Parlamentarier macht Nichtparlamentarier zu klaren Aussenseitern», stellt denn auch der Historiker Urs Altermatt in dem von ihm herausgegebenen biografischen Lexikon «Die Schweizer Bundesräte» fest. Dies gilt nahezu ausnahmslos für Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Militär oder Kultur ohne politisches Mandat. Nicht durchwegs chancenlos hingegen waren im Laufe der Jahre externe Anwärter, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl ein Regierungsamt auf kantonaler Ebene bekleideten.

Von den seit 1848 gewählten Bundesrätinnen und Bundesräten, 117 an der Zahl, hatten zwölf nie den Eidgenössischen Räten angehört. Dies trifft in jüngster Zeit auf Micheline Calmy-Rey (SP, gewählt 2002), Ruth Metzler (CVP, 1999) und Ruth Dreifuss (SP, 1993) zu. Etwas weiter zurück liegen die Amtszeiten von Ernst Brugger (FDP, 1969), Hans Schaffner (FDP, 1961), Giuseppe Lepori (CVP, 1954), Hans Streuli (FDP, 1953), Rodolphe Rubattel (FDP, 1947) und Eduard von Steiger (BGB, 1940). Mit zwei Ausnahmen waren sie alle vor ihrer Wahl amtierende Regierungsräte ihres Kantons. Hans Schaffner, seinerzeit Direktor der Handelsabteilung, schaffte als bisher Einziger den direkten Aufstieg vom Chefbeamten des Bundes zum höchsten Exekutivamt, während mit Ruth Dreifuss, Zentralsekretärin des Gewerkschaftsbundes, erstmals eine gänzlich externe Kandidatin erfolgreich kandidierte.

Hans Moos, Ballwil

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