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Crypto Valley: «Zug setzt Massstäbe»

«Grüne fürchten um Zugs Reputation», Ausgabe vom 18. Januar
Beat Stocker, Cham

Ich freue mich sehr, dass der Kanton Zug und seine Regierung auf den Bitcoin und die Blockchain-Technologie setzen. Dass der Handel mit Bitcoins reguliert werden muss, verstehe ich. Die Technologie dahinter ist revolutionär. Das Bargeld wird in 20 bis 30 Jahren abgeschafft sein, da bin ich mir ganz sicher.

Für Firmen aus dem Gewerbe ist das Handling mit Bargeld mit Kosten verbunden. Ich weiss von Firmen, bei denen früher dreimal täglich das Bargeld abgeholt werden musste, aus versicherungstechnischen Gründen durften nicht mehr als 5000 Franken im Tresor gelagert werden. Heute werden viele Zahlungen bargeldfrei gemacht.

Ich hatte selber vor einigen Jahren Bitcoins und weiss deshalb, wie man kauft und verkauft. Für das Eröffnen eines Kontos muss man seine Identität mittels Pass und einer Rechnung (Telefonrechnung, Stromrechnung usw.) verifizieren. Der Bitcoin hat noch einige Hürden zu meistern, das Generieren (Englisch: mining) ist mit hohen Stromkosten verbunden, und die Verarbeitung der Transaktionen – mit ein paar Transaktionen pro Sekunde – ist im Gegensatz zu Kreditkartenfirmen, die Millionen pro Sekunde abwickeln können, noch keine wirkliche Alternative, andere Kryptowährungen sind da schon weiter.

Zur Kritik, der Bitcoin werde von Kriminellen benutzt, gibt es Folgendes zu sagen: Jede Transaktion von Bitcoins erhält eine digitale Signatur, die spätestens beim Umtauschen in übliche Währungen wieder verifiziert werden könnte, das heisst, der Umtausch von Bitcoins aus krimineller Herkunft könnte verhindert werden, falls die Regulierung des Handels dies so vorschreiben würde. Da die Schweiz und Zug keine Rohstoffe ausser Wasser und Kies haben, müssen sie auf Dienstleistungen setzen. Dies ist ihnen gelungen, wenn man sieht, wie sich Zug vom Landwirtschaftskanton zum Wirtschaftskanton gewandelt hat.

Die derzeitigen Bestrebungen von China und Südkorea, den Handel einzuschränken, werden diesen Ländern nichts nützen, das Internet ist global vernetzt, und es gibt genügend Börsen, die neue Kunden aufnehmen können. Ich befürworte eine Regulierung des Handels mit Bitcoins sehr, insbesondere bei den Börsen, die müssen sicher sein, darunter fiele zum Beispiel das Offlinestellen der Bitcoins, die nicht für den täglichen Handel benutzt werden müssen. Das Onlinebanking ist schliesslich auch sicher, das gleiche könnte man von den Bitcoin-Handelsplätzen erwarten, und dies mit entsprechender Regulierung.

Wenn man bedenkt, was unsere Banken in den letzten Jahren an Bussen für unseriöse Praktiken bezahlt haben, hat der Bitcoin für mich eine Chance verdient.

Beat Stocker, Cham

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