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Leserbrief

Das Geschwätz von gestern

«Klimaschützer verhelfen der Kohle zum Comeback», Ausgabe vom 9. August

Als ich den Artikel zum höheren Gewinn von Glencore und generell im Geschäft mit Kohle gelesen habe, kam mir das Sprichwort «Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern» in den Sinn. Die sprudelnden Einnahmen aus dem Kohlegeschäft werden regelrecht gefeiert; man macht sogar Klimaschützer dafür verantwortlich. Richtigerweise stiegen in den vergangenen Jahren diverse Rückversicherer, Pensionskassen, Banken, et cetera aus dem Geschäft mit der Kohle aus. Denn, nur wenn wir es schaffen, den weltweiten CO2-Ausstoss drastisch zu senken, werden wir den Klimawandel zumindest eindämmen können. Der Klimawandel führt nicht nur zu trockenen und heissen Sommern in Europa, sondern er ist auch verantwortlich für die Zwangsmigration von vielen Menschen in Entwicklungsländern.

Nicht nur die Schweiz und China, sondern die grosse Mehrheit der Länder haben 2015 dem Pariser Klimaabkommen zugestimmt. Die gleichen Länder haben sich auch den UNO-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung verschrieben. Leider folgen auf viele Worte oft nur wenige Taten. Natürlich steht China als eine der grössten Volkswirtschaften in der Pflicht. Gleichzeitig kann es aber nicht sein, dass die Politik in der Schweiz überhaupt keine Probleme damit hat, wenn Schweizer Unternehmen völlig entgegen der ratifizierten Ziele im Klima- und Entwicklungsbereich wirtschaften. Diese Art der Politik ist absolut inkohärent. Noch immer scheinen kurzfristige Gewinne wichtiger als die nachhaltige Entwicklung unserer Erde zu sein. Ich frage mich: Was nützt uns der finanzielle Wohlstand heute, wenn wir unseren Kindern eine kaputte Erde hinterlassen.

Andreas Lustenberger, Präsident und Kantonsrat, Alternative – die Grünen, Baar

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