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Das Gewerbe und die Familien leiden

Zur Erhöhung der Parkgebühren in der Stadt Zug
Pedro Bilar, Zug

«Bürgerlich» sollte eigentlich «zum Wohle der Bürger» heissen. Was sich jedoch der Zuger Stadtrat mit dem vor kurzem in der Stadt Zug in Kraft getretenen Parkreglement geleistet hat, ist alles andere als bürgerfreundlich. Wie bekannt, wurden praktisch allerorts im Stadtgebiet die Parkgebühren nicht nur verdoppelt, sondern sie werden neuerdings im Gegensatz zur bis anhin jahre- oder jahrzehntelang erprobten Regelung sowohl während 24 Stunden wie auch an Sonn- und Feiertagen fällig.

Und wer leidet darunter? Natürlich das Gewerbe, die Café- und Restaurantbetreiber und die Geschäftsinhaber. Aber nicht nur. Es leidet darunter auch die mittelständische Familie, die sonntags entlang der Seepromenade spazieren möchte. Es leiden darunter Studenten, die samstagnachmittags von ausserhalb des Stadtgebietes mit dem Auto ihrer Eltern in die Stadtbibliothek zum Studieren fahren möchten. Und diejenigen, die abends die Kinos besuchen möchten, aber rechnen können – für eine Eintrittskarte plus Parkgebühren gibt es nämlich zwei Netflix-Filme –, ziehen es vor, wegzubleiben.

Wem nützt das neue Parkreglement? Vornehmlich nur den Dienern einer Ideologie, die den Kampf gegen den Individualverkehr führt und sich dadurch – natürlich auf Kosten der Bürger, die den Wohlstand der Stadt erwirtschaften und profilieren möchten. Besonders stossend ist darüber hinaus die Tatsache, dass der Zuger Stadtrat offenbar in Kenntnis eines städtischen Finanzüberschusses von sage und schreibe 19 Millionen Franken dennoch diesen zutiefst bürgerfeindlichen Beschluss gefasst hat. Haben wir denn nicht seit den Wahlen 2014 eine bürgerliche Mehrheit von drei zu zwei im Stadtrat? Theoretisch schon, praktisch jedoch offenbar nicht. Aber geheuchelt wird noch immer. Der Parkgebührenwahnsinn wird durch die gerade laufende Initiative der SVP bald gestoppt werden. Es ist zu hoffen, dass das Zuger Stimmvolk bei den anstehenden Erneuerungswahlen das Verhalten einiger seiner sogenannten «bürgerlichen» Vertreter im Stadtrat an der Urne zu bewerten weiss.

Pedro Bilar, Zug

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