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Leserdebatte

Das Glücksspiel: Wie werden die Gewinne verteilt? Und ist das richtig so?

Zur eidgenössischen Abstimmung über das neue Geldspielgesetz am 10. Juni

Soll unsere Schweiz oder das Ausland profitieren? Heute fliessen die Erträge aus dem Geldspiel gemeinnützigen Zwecken zu. Davon profitiert die gesamte Schweizer Bevölkerung jedes Jahr mit rund 1 Milliarde Franken: Sei es als Mitglied im Sportverein, Besucherin einer Theateraufführung oder als Rentenbezüger. Viele Vereine und Projekte hätten es ohne diese finanzielle Unterstützung sehr schwer. Um dieses bewährte System zu sichern, hat das Parlament eine ausgewogene Vorlage ausgearbeitet. Dagegen gibt es nun Widerstand.

Gewisse Politiker sehen es offenbar lieber, wenn die Gewinne bei dubiosen Anbietern in Malta und Gibraltar versickern. Dagegen wehre ich mich und stimme deshalb am 10. Juni Ja.

Uschy Jordi-Hellmüller, Rothenburg, Präsidentin SVKT Frauensportverband Luzern / Nidwalden


Für mich ist es einfach nur pervers, dass sich unsere Sozialwerke und auch andere Institutionen auf das tägliche und hoffentlich noch weiter fortlaufende Suchtverhalten von Zigtausend Mitmenschen finanziell abstützen. Tagtäglich fliessen durch den Konsum von Tabakwaren und Alkohol der AHV und IV mehrere Millionen Franken an Abgaben zu. Sollten nun alle Rauchenden per sofort ihre Sucht aufgeben und niemand mehr auch nur ein Bier trinken, die Sozialwerke hätten ein noch grösseres Problem, als sie sonst schon haben und kopflos weiter darauf zu steuern. Das gleiche Bild zeigt sich im Zusammenhang mit den Glücksspielen: 300 Millionen Franken können durch Lust und Sucht am Spielen eingenommen und verbucht werden. Damit dieser Geldsegen nicht versiegt, sind wir fast dazu verdammt, am 10. Juni Ja zu stimmen.

So kann es auch nicht von Interesse sein, die Rauchenden und Trinkenden von ihrem oftmals suchtartigen Verhalten abbringen zu wollen, torpedieren wir doch damit unsere Vorsorge selber. Und dennoch beschleicht mich im Wissen um all diese Mechanismen ein mehr als ungutes Gefühl, wenn nicht sogar Ohnmacht. Sollten wir und unsere gewählten Volksvertreter nicht endlich ernsthaft nachhaltige Fakten schaffen, wie die auf eine völlig unsichere Finanzierungszukunft zusteuernden Vor- und Versorgungswerke besser und sicherer alimentiert werden könnten? Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Demografie lässt grüssen.

Stephan R. Wirz, Emmenbrücke


Im Kanton Luzern kämpfen alle Jungparteien gegen das Geldspielgesetz. Mit dieser Vorlage werden keine Mehreinnahmen generiert und die Gelder, die in die ausländischen Online-Casinos fliessen, weiterhin nicht eingebunden. Ebenso wird mit den vorgesehenen Netzsperren ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen, der anderen protektionistischen Massnahmen die Pforte öffnet. Diese Gefahr wird von uns Jungen erkannt.

David Limacher, Luzern, Vorstand junge Grünliberale Luzern

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