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Das Grundstück soll der Horwer Bevölkerung dienen

«In Horw tobt ein Bilderstreit», Ausgabe vom 1. September

Der Standort des Fotografen und das verwendete Objektiv prägen die Wirkung jeder Visualisierung entscheidend. Fliegt der Betrachter hoch und verwendet er ein Weitwinkelobjektiv, erscheint alles klein und niedlich. Bleibt er – wie die Spazierenden – mit beiden Füssen auf der Winkelstrasse, so erscheinen die rechtlich möglichen Baukörper bedrohlich dominant.

In jedem Fall zeigt eine ehrliche Visualisierung nur, was bereits bekannt und rechtlich möglich ist. Auf dem Niveau des Bebauungsplans, über den am 25. September abgestimmt wird, sind einzig die Standorte und möglichen Ausdehnungen der künftig möglichen Baukörper definiert. Unter dieser Voraussetzung muss eine ehrliche Visualisierung notwendigerweise abstrakt bleiben. Mündige Stimmberechtigte nehmen deswegen nicht an, dass jemand fensterlose Bunker bauen möchte. Die Dimension der möglichen Neubauten irritiert sie aber, da solche Bauklötze das Ortsbild des Winkels verschandeln und seine historischen Gebäude optisch erdrücken. Die in der Abstimmungsbotschaft des Gemeinderats verführerisch nett gestalteten, dunkelbraunen Fassaden sollen als Fiktion die Stimmberechtigten irreführen. Es existieren weder Bauprojekte noch Bauvorschriften, die eine solche Gestaltung garantieren würden. Auch die virtuell gepflanzten Bäume wird es im Bereich Süd nie geben, da der Gemeinderat in seinen Sonderbauvorschriften verlangt, dass «die Bereiche zwischen den Gebäuden der Erhaltung der Sichtbeziehungen von der Winkelstrasse zum Steinibachried dienen» müssen. Liebe Stimmberechtigte, zeigen Sie den Planern die rote Karte und stimmen Sie Nein! Damit ermöglichen Sie eine rasche Neuplanung, die alle gesetzlich gegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

René Gächter, Präsident pro Halbinsel Horw

Völlig unverständlich ist für mich, warum der Gemeinderat unser gemeindeeigenes Grundstück zwischen Zollhaus und Ried/See so zwingend im Bebauungsplan drin haben will. Sind da Absichten, das Grundstück zu verkaufen oder im Baurecht abzugeben? Damit nicht verwechseln dürfen wir das restliche Land zwischen Zollhaus und Schilfparkplatz. Dieses gehört mehrheitlich einem privaten Eigentümer und ist, sofern es vernünftig überbaut wird, weniger ein Problem.

Überall wird dafür gekämpft, dass Uferzonen und Riede für die Bevölkerung frei gehalten werden. Unser Horwer Gemeinderat kämpft nicht. Es muss für alle klar sein: Das Grundstück gehört der Horwer Bevölkerung und soll auch einem Zweck dienen, welcher deren Bedürfnissen entspricht. Zum Beispiel als Uferspazierweg, Pflanzenlehrgang oder als stiller Erholungsplatz. Damit dieses schöne Grundstück erhalten bleibt und das bewundernswerte Zollhaus nicht von einem fast 3 Meter höheren Gebäude erdrückt wird, muss der Gemeinderat noch einmal über die Bücher, denn einmal im Bebauungsplan drin, ist nichts mehr rückgängig zu machen. Die Zukunftsabsichten für das gemeindeeigene Grundstück wurden bewusst unter dem Deckel gehalten. Warum wohl?

Jürg Lohri, Horw

Peinlich, wenn der Gemeinderat von Horw in seiner «Richtigstellung» selber einem Irrtum anheimfällt. Schlimmer noch, wenn er gestützt darauf auf seiner Website und in Schreiben an die Parteien und Einwohnerräte eine regelrechte Kampagne gegen die eine Partei des Abstimmungskampfes inszeniert. Zum eigentlichen Skandal für die Demokratie auf Gemeindeebene wird das Vorgehen aber erst, wenn sich ein Gemeinderat vor den Karren der anderen Partei spannen lässt und über vier volle Seiten in seinen amtlichen Verlautbarungen verharmlosende Visualisierungen zu einem virtuellen Bauprojekt des bauwilligen Investors verbreitet – dies zudem aus grosser Distanz und aus der Vogelperspektive: Auch riesige Blöcke erscheinen aus genügend grosser Distanz als klein.

Seit wann sind wir Menschen Vögel, die 100 Meter über unsere Wohnstätten fliegen? Bis auf weiteres planen und bauen wir doch wohl für Menschen, die mit beiden Füssen auf dem Boden stehen und die Bauten aus der Perspektive von Fussgängern, zum Beispiel auf der Winkelstrasse, zu erdulden haben. Deshalb ist nur diese Perspektive realistisch. Der Horwer Gemeinderat aber hat offenbar die Bodenhaftung verloren. Wir müssen ihn mit einem Nein an der Urne von seinem Höhenflug herunterholen.

Philippe Mastronardi, Horw

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