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Das Hochhausreglement lässt die Wogen hochgehen

Zur Abstimmung zum Hochhausreglement vom 26. November
Willi Vollenweider, Zug

Tappen Sie nicht in diese Falle! Eine Bauhöhe von 80 Metern oder noch höher kann dann bewilligt werden, wenn gemäss Paragraf 5 des Reglements ein «Mehrwert für die Öffentlichkeit» vorhanden ist. Was eine solche Bestimmung wert ist, kennen wir aus der Vergangenheit. Bereits zweimal wurde die Zuger Bevölkerung schon über den Tisch gezogen. Zuerst beim Hochhaus Uptown und jetzt erneut beim Parktower.

Die Käuferschaft des «Uptown», eine Immobiliengesellschaft der Credit Suisse, foutierte sich um den schriftlichen Vertrag, welchen die Stadt bezüglich «Skylounge» mit dem Gebäude-Ersteller Anliker abgeschlossen hatte. Leider hatte die Stadtverwaltung damals «vergessen» den Vertrag ins Grundbuch einzutragen. Dieses Versehen führte dann dazu, dass der Vertrag neu, diesmal aber bedeutend eigentümergünstiger ausgehandelt werden musste. So entspricht die heutige Regelung nicht mehr dem ursprünglichen Sinn und ist unbefriedigend.

Mit dem «Parktower» ging es dann im gleichen Stil weiter. Immerhin ist hier die «teilweise öffentliche Nutzung» des obersten Aussichtsgeschosses vom Grossen Gemeinderat im «Bebauungsplan Foyer» schriftlich und eigentümerverbindlich festgeschrieben worden. Ohne diese «öffentliche Nutzung» wäre dieser Bebauungsplan damals ja kaum bewilligt worden.

Seit einiger Zeit versucht die «Parktower»-Eigentümerschaft nun aber, die damals dem Zuger Volk gegenüber abgegebene Verpflichtung abzuschütteln, loszuwerden. Die drei bürgerlichen Parteien haben sich inzwischen gar auf die Seite der Eigentümer geschlagen und fordern im Chor mit der Eigentümerschaft die Streichung dieser Bestimmung des Bebauungsplans.

Was sie zu dieser Kehrtwende veranlasst, liegt im Dunkeln. Auf jeden Fall ist eine Aufhebung dieser Bestimmung des Bebauungsplans nicht im Interesse der Zuger Bevölkerung, die sich bereits auf das öffentliche Sitzungszimmer mit der schönen Aussicht im 21. Stock des Parktowers gefreut hat.

Mit diesem betrugsverdächtigen Trick wird es mit dem neuen Hochhaus-Reglement weitergehen: Die Eigentümer werden im Bebauungsplan zunächst Konzessionen an die Öffentlichkeit machen, um ein Höherbaurecht «80+» gemäss Paragraf 5 zu erschleichen.

Nach erfolgtem Bau werden dann wiederum die bürgerlichen Parteien mobilisiert, um die unliebsame Bestimmung im Bebauungsplan wieder zu annullieren und sich so der Verpflichtung gegenüber dem Zuger Volk zu «entledigen».Lassen wir uns nicht nochmals über den Tisch ziehen! Hochhaus-Reglement der Stadt Zug: Nein.

Willi Vollenweider, Zug

Diese Abstimmung wird die zukünftige Wohnqualität der Stadt Zug und der Gemeinde Steinhausen stark beeinflussen. Der im Reglement vorgesehene 50 Meter hohe Bauriegel von der Steinhauserstrasse bis zur Chamerstrasse sieht von Steinhausen wie von Zug und vom Zugersee her erdrückend aus. 50 Meter Bauhöhe entsprechen 16 Stockwerken, fast so hoch wie das Hochhaus Uptown beim Hockeystadion. Vielen ist das gar nicht bewusst.

Einen echten Mehrwert werden die Hochbauten nicht bringen. Die Erstellungskosten für Hochhäuser sind mindestens 10 bis 20 Prozent höher als für Wohn- und Bürobauten mit sieben Stockwerken und den gleichen Nutzflächen.

Mein Wunsch ist, dass das Reglement abgelehnt und zügig ein verträgliches Reglement vorgelegt wird.

Hans Peter Baggenstos, Steinhausen

Endlich, kann man da nur sagen. Endlich ist Zug richtig aufgewacht. Definitiv vorbei die trostlosen Zeiten, als Zug ein lumpiges Städtli am See war. Der erste Geniestreich: Steuern runter. Der zweite: Gebäude­höhe rauf. Zug soll Vorbild sein. Für Wachstum, für Perspektiven, für Zukunft.

Ein Singapur soll her, damit jeder von weitem sehen kann, dass wir über uns hinauswachsen können. Investoren aller Länder, eilt zu uns, hier lohnt es sich noch. Hier verbaut die Politik niemandem die Zukunft.

Hoffentlich lässt sich die weitsichtige Bevölkerung nicht von Argumenten blenden, die durch nichts untermauert sind. Die Stadt verliere ihr Gesicht – blosse Augenwischerei. Der Verkehr verpeste alles – aus der Luft gegriffen. Umliegende Häuser lägen stundenlang im Dunkeln – Schwarzmalerei. Unvermögende müssen auswandern – armselige Anschuldigung.

Zum Glück verfügen unsere Politiker der Volksparteien SVP, FDP und CVP über ein Augenmass und eine Selbstlosigkeit, die beispiellos sind. Liegt ihnen beim «Hochhinausreglement» doch einzig und allein unser aller Wohl am Herzen. Oder fast aller. Besser gesagt ein paar weniger. Auf jeden Fall aber Einzelner. Und der Einzelne hat hierzulande immer noch die höchste Priorität – ob er reich ist oder superreich.

Hugo Feierabend, Zug

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