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Das Hochhausreglement sorgt für Diskussionen

Zur Abstimmung vom 26. November in der Stadt Zug über das Hochhausreglement

Ich gebe zu, dass mein liberaler Instinkt mit dem Hochhausreglement etwas Mühe hat. Bau und Planung gehören ohnehin schon zu den dichtesten reglementierten Lebensbereichen. Ich bevorzuge auch in Baufragen grundsätzlich privatrechtliche Lösungen vor Behördenvorschriften. Aber beim Urnengang über das städtische Hochhausreglement am 26. November kommt wirklich nichts anderes als ein klares Ja in Frage. Der Grund dafür sind weniger einzelne Detailregelungen – über einen «Fussabdruck» kann man endlos streiten und konkrete Projekte müssen ja ohnehin immer wieder neu ausgehandelt werden. Ja sagen muss man in 14 Tagen vielmehr, weil ein Nein verheerende Folgen haben könnte, sowohl in der Sache, vor allem aber für das politische Klima in der Stadt. Städtebaulich droht bei einem Nein ironischerweise genau jener Wildwuchs an Hochhäusern, den die Gegner des Reglements zu bekämpfen vorgeben. Die Linke möchte das Chaos ausnützen, um dann in einem zweiten Schritt Hochhäuser grundsätzlich zu verhindern. Eine entsprechende Volksinitiative hat die SP ja schon angekündigt. Noch grössere Sorgen macht mir aber das politische Signal, das ein Nein aussenden würde. Nach der Ablehnung des Stadttunnels, nach der Versenkung der Wohnüberbauung Unterfeld wäre es das dritte Mal, dass die Neinsager und Verhinderer triumphieren würden. Die wirtschafts- und wachstumsfeindlichen Kräfte würden dann wie in bekannten rot-grünen Städten den Ton angeben und erklären, dass Zug «gebaut» ist. Aber gerade in diesen unsicheren Zeiten dürfen uns nicht in einer angeblich besseren Vergangenheit einigeln! Zug hat immer davon profitiert, dass wir ein wenig besser, ein wenig flexibler und ein wenig rascher waren als andere. Diese Offenheit für Neues müssen wir unbedingt bewahren. Deswegen gilt: Zug braucht Luft zum Atmen, Ja zum Hochhausreglement!

Rolf Schweiger, alt Ständerat FDP, Baar

Das vom GGR Ende August verabschiedete Hochhausreglement ist eine ausgewogene und wohldurchdachte Vorlage. Nach mehrjähriger Arbeit der Verwaltung und des Parlaments liegt endlich ein Reglement vor, welches die Entwicklung von Hochhäusern in geordnete Bahnen lenkt. Dabei geht es nicht primär um Gebäude von 60 Metern Höhe, sondern um alle Häuser, welche die 30-Meter-Marke überschreiten. Solche müssen in einer lebendigen Stadt auch weiterhin möglich sein, damit wir für die Zukunft Wohnraum und Arbeitsplätze schaffen können. Das Reglement legt ein Kontrollprozedere sowie geeignete Zonen fest: Hohe Häuser dürfen weder am See, noch nahe der Altstadt oder am Hang errichtet werden. Sie müssen höchste städtebauliche und architektonische Qualitätsansprüche erfüllen und unterliegen der Pflicht zur Ausarbeitung eines Bebauungsplans. Der Grosse Gemeinderat kann also immer mitreden, und das Volk hat via Referendum bei jedem Hochhaus das letzte Wort. Sollte das Reglement an der Urne scheitern, wird die unberechenbare Situation rund um mögliche Hochhäuser andauern. Und am Ende könnte es genau zu jenem Hochhaus-Wildwuchs kommen, den die Stadt verhindern wollte. Kein Reglement ist auf jeden Fall schlechter als der Entwurf, über den wir abstimmen. Wer eine geordnete Entwicklung unserer Stadt befürwortet, legt deshalb am 26. November ein klares Ja in die Urne.

Dominique Strauch-Berger, Zug

Als ich die Abstimmungsbroschüre über das Hochhausreglement in den Händen hielt, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Da waren alle Gebiete mit Blau, Orange und Rot bezeichnet, wo die entsprechenden Hochhäuser zu stehen kommen. Aber nirgends fand ich eine Visualisierung. Was bedeuten 80 Meter hohe Türme, 50 Meter hohe Häuser? Die Vogelperspektive vermittelt den Stimmbürgern den Eindruck, als würde es sich um nichts Weltbewegendes handeln.

Da kann ich mir nur eins denken. Man hatte Angst, den Stimmbürgern die Realität zuzumuten. Denn wer eine Visualisierung dieses Mini-Manhattans sieht und Zug liebt, muss leer schlucken und wird Nein stimmen.

Rita und Stephan Hegglin-Besmer, Zug

Zum Reglement über die Planung und Erstellung von Hochhäusern: Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ... (Goethes Faust). Das Reglement kommt mir vor wie der Wolf im Schafspelz – deshalb stimme ich Nein.

Madeleine Treichler Gilgen, Zug

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