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Das Leuchten des Sterns muss genügen

Gedanken zur Adventszeit und zu Weihnachten
Gotthard Ritter, Hünenberg See

Bald ist Advent, und Geld regiert auch jetzt die Welt. Ohne das Weihnachts-«Geschäft» hätten einige Unternehmen grosse Probleme. Das ist eine bittere Wahrheit, geht es doch auch um Arbeitsplätze. Bei diesem Jahresendstress sind wir regelrecht blockiert, uns gedanklich auch noch mit Weihnachten zu befassen, zu erkennen, was denn da eigentlich Wunderbares geschehen ist. Immerhin scheinen es wenigstens unsere «Väter» vor langer Zeit erkannt zu haben, indem eine neue Zeitrechnung eingeführt wurde. Seither wird nach Massgabe vor oder nach Geburt Christi gerechnet. Das ist doch bemerkenswert.

Und tatsächlich, wenn man sich etwas intensiver mit dem befasst, was daraus geworden ist, kann erkannt werden, dass die ganze seinerzeitige Christusmission das bedeutendste Ereignis gewesen ist, das jemals auf der Erde stattgefunden hat. Der Evangelist Johannes sagt in 1 Joh. 4, 16: «Gott ist Liebe ...» Weil diese Aussage wahr ist, ist Gott dem menschlichen Bewusstsein offenbart als ewige Trinität des Liebenden, der liebt, des Geliebten, der liebt und ihrer Liebe, die sie liebt: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Schöner und trefflicher als ich es so von Valentin Tomberg gelesen habe, kann man es nicht beschreiben. Die Heilige Trinität zu verstehen ist aber schwierig. «Vater» und «Sohn» gingen ja noch, aber «Heiliger Geist»? In Europa leben über 500 Millionen Christen, das sind rund 75 Prozent der Bevölkerung; weltweit sind es über zwei Milliarden. Das entspricht rund einem Drittel der Weltbevölkerung. Diese zahlreichen Christen könnten also eine aktive Verbindung im Denken zum Heiligen Geist, im Fühlen zum Sohn und im Wollen zum Vater haben – Christen können diese Erfahrung haben.

Und haben sie die? Wird beispielsweise bei uns und in anderen Teilen der christlichen Welt vorzugsweise christlich gehandelt, wie es der Himmel erwartet? Oder doch nur bei Hilfsorganisationen wie beispielsweise den Sozialwerken von Pfarrer Ernst Sieber oder der LZ-Weihnachtsaktion? Und sonst? Was tun die anderen Christen? Auch christlich handeln? Wirklich? Oder wenigstens mehrheitlich? Wenn nicht, woran liegt das? Das liegt daran, dass sich nicht nur die Jahreszeiten «ewig» wiederholen, sondern auch die christlichen Festtage und der mit dem Weihnachtsereignis verbundene bethlehemitische Kindermord durch Herodes. «Herodes» steht hier für die Kraft, die uns Menschen ein rein weltliches Denken aufzwingen und jegliches liebevolle christliche Denken, inspiriert vom Heiligen Geist, töten, das heisst alle zarten Blüten der Geistigkeit erwürgen will. Es soll uns damit suggeriert werden, dass wir nur so alle Weltprobleme lösen können. Das ist eine Illusion. Irgendwann – voraussichtlich aber noch nicht so bald – werden wir das wissen. Funktionierende Lösungen, wo es keine Verlierer gibt, sind nur über Liebe in Denken, Fühlen und Wollen, wie sie in den Himmeln lebt, möglich.

Möge also jeder selber entscheiden, ob er sein Leben und Wirken nach rein christlichen Gesichtspunkten ausrichten, oder ob er etwas in Autorität annehmen will, nur weil es «Konfuzius» – wer immer das ist – gesagt hat. Der Himmel akzeptiert beides und verhindert nichts.

Und jeder, dem der Stern der Magier aus dem Morgenland und seine Botschaft etwas bedeuten, möge ihm folgen ohne Vorbehalt und ohne die Welt – «Herodes» und die «Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes» – zu befragen und um ihre Zustimmung zu bitten. Das Leuchten des Sterns und die Bemühungen, seine Botschaft zu verstehen, müssen genügen.

Gotthard Ritter, Hünenberg See

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