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Das Parkhaus Musegg und wie es mit der Verkehrspolitik der Stadt Luzern weitergehen muss

Zur Diskussion über das Parkhaus Musegg
Hans-Ruedi Brunner, Luzern

Ich zweifle nicht am fachlichen Wissen und Können der Geologen und Ingenieure, welche die technische Machbarkeit eines Parkhauses Musegg bejahen. Deshalb glaube ich den Aussagen des Ingenieurs Matthias Bucher (Leserbrief vom 23. November), dass das Parkhaus ohne Risse an der Museggmauer oder an den Türmen gebaut werden könnte.

Es gibt gewichtigere Gründe, die gegen ein Parkhaus Musegg sprechen. Die unterschiedlichen Argumente für oder gegen dieses Vorhaben sollen in gegenseitigem Respekt diskutiert werden. Denn um Argumente geht es schlussendlich, nicht um ideologisch geprägtes Verhalten.

Die Argumente gegen ein zusätzliches Parkhaus im Zentrum der Stadt sind bekannt. Es sind dies der Lärm und der Zusatzverkehr auf den Anfahrts- und Abfahrtsstrassen beim Musegghügel sowie die Verschlechterung der Lebensqualität in diesen Gebieten. Zusätzlicher Stau und eine weitere Einbusse bei der Luftqualität wären programmiert.

Ist es ein Zufall, dass in Agglomerationen höhere Kosten im Gesundheitswesen anfallen als in ländlichen Gebieten? Die schlechtere Luftqualität, der Lärm sowie die Verkehrsstaus und der damit verbundene Stress dürften wahrscheinlich einen nicht unwesentlichen Einfluss an dieser unerfreulichen Situation haben. Neben den gesundheitlichen Risiken müssen die Stadtbewohner zu allem auch noch höhere Krankenkassenprämien in Kauf nehmen. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass eine nachhaltigere Lösung unserer Verkehrsprobleme gefordert wird.

Hans-Ruedi Brunner, Luzern

Wir begrüssen den Entscheid des Grossen Stadtrats zum expliziten Schutz des Untergrunds unter der Museggmauer. Wir begrüssen auch, dass dieser in der Bau- und Zonenordnung (BZO) der Stadt Luzern verankert wird. Dies ermöglicht es weiterhin, an anderen Standorten und unter anderen historischen Bauten Bauprojekte zu realisieren, wenn dies als notwendig oder sinnvoll angesehen wird.

Die Stadtregierung hatte in ihrer Stellungnahme ihre Bedenken geäussert, dass die GLP-Motion ein generelles Bauverbot unter historischen Gebäuden bedeuten würde. Dass der Grosse Stadtrat dies anders einschätzt und die spezifischen Möglichkeiten der BZO zu nutzen weiss, ist begrüssenswert. Das ist nun die Chance für die Initianten des Parkhauses Musegg, ihre Initiative «zur Aufwertung der Innenstadt» zurückzuziehen. Denn diese sieht als einzige mögliche Aufwertung ihr eigenes Projekt eines Parkhauses Musegg vor. Nun könnten sie sich tatsächlich sinnvolle Gedanken zur Verkehrssituation und zur Aufwertung der ganzen Stadt Luzern machen.

Nach einem Rückzug der Initiative könnten die Behörden viel Zeit für sinnvolle Lösungen und die dringende Optimierung der Verkehrssituation und Aufwertung der ganzen Stadt Luzern gewinnen.

Andreas Stäuble, Co-Präsident Verein gegen das Parkhaus Musegg, Luzern

Alt Kantonsrat Marcel Johann (FDP) spricht mir in seinem Leserbrief (Ausgabe vom 21. November) aus dem Herzen. Er sagt, die GLP-Motion zum Schutz der Museggmauer sei eine undemokratische Schlitzohrigkeit, mit der der Bau des Musegg-Parkhauses verhindert werden soll. Bisher stand ich zwar den Anliegen der GLP nahe. Sie will meiner Ansicht nach eine innovative, umweltgerechte und gleichzeitig wirtschaftsfreundliche Politik vertreten. Aber in diesem Fall bin ich sehr enttäuscht über ihr Vorgehen. Die Museggmauer ist, weiss Gott, gut genug geschützt. Ein so wichtiges Projekt wie das Parkhaus Musegg gehört vor das Stimmvolk, nachdem das Projekt fair und sachlich öffentlich diskutiert werden konnte.

Ein ähnliches Vorgehen wurde schon bei der Verhinderung des Salle Modulable beim Inseli gewählt. Das Parlament würgte das Projekt ab, bevor die Stimmbürger überhaupt etwas dazu sagen konnten. Wann endlich sehen der kleine und der grosse Stadtrat ein, dass Kultur und Verkehr entscheidende Herausforderungen sind, deren Bewältigung die Konkurrenzfähigkeit und den wirtschaftlichen Wohlstand unserer Stadt stärken könnten, wenn nur endlich ein stringentes Verkehrskonzept erstellt und der Kulturkompromiss mit dem Herzblut eines Franz Kurzmeyer weitergeführt würde. Stattdessen beschäftigen sich Stadtrat und Parlament mit konzeptlosen Einzelmassnahmen – im Klartext: Veloständerproblemen – und bodigen zukunftsweisende Projekte undemokratisch und mit zum Teil falschen Argumenten.

Peter Lütolf, Luzern

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