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Das sieht nach Vetternwirtschaft aus

Zur Nutzung des ehemaligen Alpnacher Feuerwehrlokals an der Pfisternstrasse

Im November 2015 haben die Alpnacher Stimmberechtigten der Verlegung des Feuerwehr­lokals mit neun Stimmen Differenz knapp zugestimmt. Eines der Hauptargumente für die Verlegung, das in der Abstimmungsbotschaft aufgeführt wurde, betraf Sicherheitsbedenken. Das Lokal sollte verlegt werden, weil es sich in der roten Gefahrenzone der Kleinen Schliere befindet. In der Folge des Entscheids an der Urne wurde das Feuerwehrlokal an die Gründlistrasse verlegt. Das Lokal an der Gründlistrasse wurde bisher von der Firma Avus genutzt. Für den Bezug durch die Feuerwehr wurde es ausgebaut, und die Gerätschaften wurden dort untergebracht.

Im Sommer 2016 hat die Gemeinde Alpnach das alte Feuerwehrlokal an der Pfisternstrasse zum Vermieten ausgeschrieben. Ich habe mich daraufhin telefonisch bei der Gemeindeverwaltung gemeldet und meine Bedenken diesbezüglich angemeldet. Das Gebäude liegt nicht nur in der roten Gefahrenzone der Kleinen Schliere, sondern auch in der Zone öffentlicher Anlagen, Bauten und Werke. Somit kann es nicht einfach für private Zwecke benutzt werden. Ich meine, es gäbe genügend Möglichkeiten, dieses Gebäude für die Öffentlichkeit zu nutzen. Man könnte beispielsweise das Jugendbüro dort unterbringen und so Mietkosten sparen. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Nutzung durch die Schule Alpnach oder durch Vereine.

Anfang Dezember letzten Jahres schrieb der Gemeinderat in einer kurzen Mitteilung im «Alpnacher Blettli», dass das Lokal an einen Obwaldner Garagenbetrieb vermietet wurde. In der gleichen Mitteilung schrieb der Gemeinderat, dass er bei Gelegenheit bezüglich dieser Parzelle eine Zonenplanänderung vornehmen werde. Gegen diese Art der Vermietung habe ich bei der Kantonsregierung nach Artikel 88 der Kantonsverfassung Beschwerde erhoben. Der erwähnte Garagenbetrieb ist niemand anderes als die Firma Avus, die im Lokal an der Gründlistrasse eingemietet war, in dem sich die Feuerwehr heute befindet. Der Chef der Firma Avus ist der Schwager des Gemeindepräsidenten Heinz Krummenacher, und auch Krummenachers Bruder arbeitet für dieselbe Firma.

In Alpnach haben wir nach rund zehn Jahren Vorbereitungszeit am 28. Februar 2016 über die Zonenplanrevision und das Baureglement abgestimmt. Bis auf zwei Ausnahmen wurde die Revision noch nicht in Kraft gesetzt. Es gibt Grundstückbesitzer, die seit mehreren Jahren auf eine entsprechende Zonenplanrevision warten. So ist z. B. der Bahnhof Alpnachstad immer noch in der Zone «Übriges Gemeindegebiet». Für die Umzonung der Parzelle an der Pfisternstrasse soll es nun aber plötzlich schnell gehen, offenbar, um die Nutzung durch die Firma Avus zu legitimieren. Dieser ganze Hergang mit unserem Feuerwehrlokal sieht nach Vetternwirtschaft aus. Viele Einwohner sind von diesem Vorgehen enttäuscht.

Hans Wallimann, Alpnach

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