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Leserdebatte

Luzern: Debatte über Ladenschluss

Zum Leserbrief «Fundamental gegen die Interessen von kleinen Betrieben», Ausgabe vom 31. Oktober

Die Stadt Luzern möchte einen zeitlich begrenzten Pilotversuch mit flexibleren Öffnungszeiten in einer definierten Tourismuszone durchführen. Um die Rahmenbedingungen dieses Versuches zu bestimmen, lädt sie alle betroffenen Interessengruppen zu einem Roundtable ein. Erst nach diesen Gesprächen soll entschieden werden, ob und in welcher Form dieser Pilotversuch stattfindet. Gemäss Medienberichten wollen die Gewerkschaft Unia und der Detaillistenverband Kanton Luzern nicht daran teilnehmen. Sie überlegen sich, gegen den Versuch juristische Schritte einzuleiten. Umso mehr erstaunt mich, dass der Präsident der Detaillisten schon vor den Gesprächen weiss, wie diese Rahmenbedingungen und deren Konsequenzen aussehen. Angeblich sollen die Geschäfte täglich bis 22.30 Uhr und an Sonntagen bis 20 Uhr geöffnet haben. In seinem Leserbrief umschreibt er die Horrorszenarien, welche durch die fanatischen Befürworter verbreitet werden. Ich würde es sehr begrüssen, wenn sich die Vertreter der Gewerkschaft und des Detaillistenverbandes an den Gesprächen beteiligen würden und ihre Ansichten und Vorschläge dort einbringen. Das wäre im Sinne der direkten Demokratie. Alles andere ist reine Polemik und bringt niemandem etwas. Ich freue mich schon jetzt über die anschliessenden Diskussionen. Dazu muss ich jedoch zuerst die Inhalte kennen.

Philippe Gerber, Fürigen


Treffender kann man einen möglichen Missstand in einer Stadt kaum mehr beschreiben, als dies Herr Bossert in seinem Leserbrief getan hat. Dass ausgerechnet zuständige CVP-Kräfte gewillt sind, mit längeren Arbeitszeiten und sogar mit Sonntagsarbeit zu experimentieren, berechtigt zu einigen Fragen. Wo bleibt das «C» in der Parteibezeichnung, wenn man aus dem Sonntag einen Werktag macht? Wo bleibt der Schutz der Familie, wenn die alleinerziehende Mutter auch am Sonntag noch arbeiten soll? Will man die Kirchen noch mehr zur sonntäglichen Leere verdammen, statt sie vermehrt in die touristische Werbung einzubeziehen? Hat man noch nicht gemerkt, dass auch sonntägliche Ruhezonen touristisch attraktiv wirken können? Die Stadt Luzern hat es nicht verdient, zum Wirtschaftsschlachtfeld zu werden, wo einfach die Grossen die Kleinen auffressen. Entweder haben CVP-Politiker den Mut, das «C» in ihrer Parteibezeichnung zu signalisieren. Oder die SVP muss ein weiteres Mal ein von der CVP vernachlässigtes Thema übernehmen. Dann kann man die CVP gerade so gut auflösen, denn nur zur Pfründenhaltung gibt es keine parteipolitische Berechtigung.

Alois Zurfluh, Mosnang

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