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Debatte über ein Bauprojekt an der Luzerner Haldenstrasse

«Montana: Stadtrat kämpft für Hotelfachschule», Ausgabe vom 21. April
Hans Renggli, Luzern/Zürich, Gegner Des Projektes Shl

Baudirektorin Manuela Jost und der Stadtrat täuschen sich sehr, wenn sie glauben, dass die Realisierung des Neubauprojekts der Hotelfachschule SHL allein mit einer Abrissbewilligung für das Studentenheim an der Haldenstrasse durchzusetzen sei. Hinter diesem Hindernis warten noch etliche hohe Hürden, zu welchen sich das Kantonsgericht noch gar nicht geäussert hat. Diese betreffen ebenfalls die Bau- und Zonenordnungs-Revision 2014, mit der sich die Stadt ein Ei gelegt hat. In dieser hatte die Stadt für die Parzellen der Montana-Betriebe nämlich eine Retouche vorgenommen, die als «Mit geschlossener Bauweise überlagerte Schutzzone B» bezeichnet wurde. Diese für Laien abstrakte Definition bedeutet übersetzt: Kernzone. Damit hat das Montana mit der BZO-Revision im Quartier einen Sonderstatus erhalten, der seine Grundstücke um Millionen aufwertet. Die Montana-Leitung und der Stadtrat glauben nun, dass damit die rechtliche Voraussetzung gegeben sei für eine exklusive Verdreifachung der Baudichte im grundsätzlich offen besiedelten, mit Grünräumen durchwobenen Wohnquartier. Die Hotelfachschule SHL ist nur die erste Etappe eines geplanten Gastro-Imperiums. Die Montana-Leitung möchte einen Kernzonen-Keil von Kolossalbauten in den grünen Südhang stellen, von der Haldenstrasse bis hinauf zum Art-Deco-Palast des Montana-Hotels.

Die Konsequenzen wären einschneidend für das städtische Weichbild der Luzerner Seebucht, deren Ortsbild von internationaler Bedeutung ist.

Die Erwirkung einer Baubewilligung für das krass überdimensionierte Objekt unter den einschränkenden Bedingungen der Ortsbildschutzzone war für die städtische Baukommission (SBK) eine riesige Herausforderung. Doch sie strengte sich als ergebene Zudienerin der Stadt und des Hotels Montana an. Kein Mitglied hat angemahnt, dass die Erzwingung und Einzwängung des gigantischen Riegels und die Ausmerzung des quartiertypischen Park-Grüns mit den Bestimmungen der Ortsbildschutzzone B unvereinbar sind. Das Faktum bleibt unwiderlegt, dass die Stadt mit der Errichtung einer isolierten Kernzone am Südhang des rechten Seeufers einen städtebaulichen Unsinn plant, der Luzern nachhaltig schädigen würde.

Hans Renggli, Luzern/Zürich, Gegner des Projektes SHL

Es ist ja ein Witz, dass man das alte Studentenheim oberhalb der Haldenstrasse Luzern nicht abreisen kann. Es ist für mich unverständlich, warum so ein Gebäude sich in der Schutzzone B befindet.

Es muss jetzt schnell eine Lösung gefunden werden, damit man die Schutzzone B auflösen kann! Wir können nur hoffen, dass die Hotelfachschule nicht wegzieht. Es gibt ja nicht nur ein Problem bei dem Gebäude vor der Hotelfachschule, sondern noch andere Projekte in der Stadt Luzern sind ebenfalls betroffen.

Cyrill Hotz, Luzern

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