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Debatte über Hundewiese am Churchill-Quai

«Anwohner wollen Bau der Hundewiese stoppen», Ausgabe vom 19. April
Elisabeth Zürcher, Adligenswil

Vor einigen Jahren wurde die Wiese am Churchill-Quai von einer wohlgesinnten Luzernerin der Stadt geschenkt mit der Auflage, dass sie von Hunden benützt werden darf. Das scheinen viele vergessen zu haben. Ach, wäre das doch schön, wenn man friedlich nebeneinander leben könnte. Stattdessen kauft man sich eine teure Wohnung bei der Seeburg und motzt über Hundegebell. Ist der sicher lautere und länger anhaltende Strassenlärm angenehmer? Sind die feiernden Partygäste von der Seebar im Sommer leiser? Es ist zu hoffen, dass solche Menschen nie die Hilfe eines Hundes benötigen.

Elisabeth Zürcher, Adligenswil

Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme sind die Schlagworte für ein konstruktives Miteinander. Ein Miteinander, welches der Stadtrat mit dem Bau der Hundewiese gewährleisten möchte. Überall, wo solche Zonen und klare Strukturen vorhanden sind, ist nachweislich erkennbar, dass sich die Situation verbessert hat. Ein Beispiel ist Losone im Kanton Tessin (wo Hunde in gewissen Zonen an der Maggia frei laufen können, die Red.). Die Polemik über Hundeattacken ist an den Haaren herbeigezogen und trägt in keinster Weise zu einer einvernehmlichen Lösung bei. Die Gefahr, von einem Auto angefahren zu werden, ist um einiges grösser. Zudem sieht die Gesetzgebung für verhaltensauffällige Hunde im öffentlichen Raum Massnahmen vor.

Mit Befremden nehme ich zur Kenntnis, dass eine Veterinärmedizinerin sich zu diesem Thema äussert und ihre Kunden indirekt angreift – was nicht gerade Fingerspitzengefühl erahnen lässt. Mit der Gewährleistung dieser Hundewiese geht Luzern als schweizerisches Vorbild voraus, erkennt frühzeitig das Problem und packt es an. Diesbezüglich sei dem Stadtrat für seine fortschrittliche und nachhaltige Lösung herzlich gedankt.

Roman Brändli, Hildisrieden

Die vom Stadtrat beschlossene und von der Stadtgärtnerei im Eilzugtempo teilweise bereits eingerichtete Hundewiese im Churchill-Park steht rechtlich auf wackligen Füssen. Es ist störend und entspricht politisch nicht einem klugen Vorgehen, diesen Pilotversuch zu starten, bevor der Kanton über die vom Stadtrat beantragte Änderung der Hundeverordnung entschieden hat. Wenn rechtlich doch alles so klar sein soll, wie es die Befürworter darstellen, weshalb braucht es denn eine Ausnahmegenehmigung durch den Kanton?

Ich bin für eine oder mehrere Freilaufzonen für Hunde, vertrete aber die Ansicht, dass der Churchill-Park die falsche Wiese ist. Für mich hat der Mensch noch immer Vorrang vor Tieren. Es ist unverständlich, dass an einer derart prominenten Lage Nichthundehalter vor Tieren den Kürzeren ziehen sollen. Da Hundebisse in der heutigen Situation nicht vermieden werden können, müssen die Hunde weg und nicht die Menschen. Es ist sehr zu begrüssen, dass die IG Churchill – der ich übrigens nicht ange­- höre – bereit ist, eine juristische Klärung durch eine Klage beim Kantonsgericht herbeizuführen.

Josef Stutz, Luzern

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