Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der «Alpenblick» ist schützenswert

Zur Inventarisierung schützenswerter Denkmäler durch die kantonale Denkmalpflege

Zurzeit werden von der Denkmalpflege in sämtlichen Gemeinden des Kantons Zug Inventarlisten über schützenswerte Denkmäler erstellt. Neben vielen älteren, bekannten Bauten kommt zum ersten Mal auch gute, jüngere Architektur auf den Radar der Denkmalpflege. Zu Recht! Denn die nächste Inventarisation findet vielleicht erst wieder in fünfzehn Jahren statt. Welche Bauten bis dann einem Abbruch zum Opfer fallen, wissen wir nicht.

Zur Diskussion stehen insbesondere «moderne» Siedlungen aus den 60er-Jahren, welche heute ein gewisses Sanierungs- und Erneuerungspotenzial aufweisen. Damit diese saniert werden können, wird abgeklärt, ob eine Unterschutzstellung angezeigt ist. Der Kanton Zug ist in der glücklichen Lage, einige Wohnsiedlungen mit sehr hoher architektonischer Qualität vorweisen zu können. Offenbar ist der Gedanke, dass auch eine jüngere Wohnsiedlung zu einem Denkmal werden kann, noch vielen Leuten fremd.

Im Kanton Zug wird ein Gebäude zum Denkmal, wenn es einen sehr hohen wissenschaftlichen, kulturellen und heimatkundlichen Wert aufweist. Schützenswerte Wohnsiedlungen wie zum Beispiel der Alpenblick in Cham erfüllen sämtliche dieser Kriterien. Diese Tatsache wird neuerdings auch durch ein umfassendes und fundiertes Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege bestätigt.

Seit mehr als 50 Jahren hat sich das Bild dieser Siedlung im Grünen, mit herrlicher Aussicht auf See und Berge für die Bewohnerschaft, in unser Gedächtnis als architektonischer Auftakt von Cham eingeprägt. Für die Gemeinde Cham war die Bewilligung dieser Hochhaussiedlung Anfang der Sechzigerjahre eine mutige, und wie es sich nun zeigt, eine nachhaltige Entscheidung. Mit dem Instrument des «Gesamtüberbauungsplanes» erschufen der Architekt Josef Stöckli und der Landschaftsarchitekt Adolf Zürcher eine Wohnsiedlung, welche über die Kantonsgrenzen hinaus beachtet wurde. Es ist diesen Architekten gelungen, «modernes», verdichtetes Wohnen mit grosszügiger Umgebungsgestaltung und perfekter Einbettung in die Landschaft zu realisieren. Die Bewohnerschaft der Siedlung, wie auch der flüchtige Passant, nehmen den Alpenblick als etwas Besonderes, Identität Stiftendes wahr.

Es ist zu hoffen, dass die entscheidenden Gremien, insbesondere der Gemeinderat von Cham, dies ebenso sehen und der Siedlung den ihr gebührenden Schutz gewähren.

.

Für den Vorstand des Zuger Heimatschutz: Felix Koch, Baar

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.