Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Leserbrief

Der Neid auf die Nutzer «des besten aller Transportmittel»

Zum Leserbrief «Was wollen die Velofahrer eigentlich?», Ausgabe vom 14. Juli

Masslos ärgert sich eine Leserbriefschreiberin aus Walchwil, im Zusammenhang mit der Lancierung einer kantonalen Velo-Initiative der Alternative-die Grünen, über die Radfahrer.

Ist der Grund für diesen Ärger nicht etwa der blanke Neid auf die Nutzer des besten aller Transportmittel? Velofahrer stehen nie im Stau, brauchen kein schnittiges Cabrio, um die Nase an der frischen Luft zu haben, sind sportlicher als jeder Sportwagenfahrer, sitzen auf der gleichen Höhe wie der Offroad-Fahrer. Velofahrerinnen können überall anhalten, zahlen nie Parkgebühren und keine Motorfahrzeugsteuern, brauchen keinen teuren Platz in der Tiefgarage.

Velofahrer stehen nicht in der Kälte und warten auf den Bus. Da sie sich bewegen, haben sie auch im Winter warm. Sie nehmen die Jahreszeiten viel bewusster wahr.

Velofahren ist nicht gratis, mit etwa 10 bis 15 Rappen pro Kilometer müssen auch wir rechnen. Autofahrerinnen zahlen ein Vielfaches. Für meine 6000 Jahreskilometer brauche ich gerade mal 25 Milliliter Getriebeöl und vielleicht 1 Deziliter Öl für die Kette. Der Autofahrer braucht für die gleiche Strecke 360 Liter Benzin.

Die Leserbriefschreiberin ärgert sich über die Radfahrer auf der Strasse, die sie überholen muss. Wie viele Stunden hat sie wohl schon verloren, weil sie Velofahrer nicht überholen konnte? Wohl keine einzige Minute. Zeit verliert sie im Stau vor der Stadt; sind da auch die Velofahrer schuld? Immer mehr Zeitgenossen entdecken die Vorteile des Velos. Wir sehen die Blumen am Wegrand, manchmal gar den Eisvogel am Seeufer. Für uns bleibt die Welt gross. Wir fliegen nicht nach Berlin, sondern nehmen das Velo. In 13 Tagen schafft diese Strecke gar ein Rentner. Prag, Brüssel, Wien, Verona, Turin sind in gut einer Woche erreichbar. Junge sportliche Radfahrer gelangen in nur einem Monat bis ans Nordkapp. Die Krankenkassen sparen dank uns Velofahrern Millionen, weil wir gesünder bleiben. Wer nicht profitiert, ist die AHV, da wir im Durchschnitt länger leben. Nun, liebe Leserbriefschreiberin, darf ich Sie auch bald mal als Radfahrerin auf meiner Stammstrecke zwischen Oberwil und Arth begrüssen?

Stefan Hodel, Oberwil

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.