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«Der Spanier im Choller»

«Das Centro Español wird dank Ja zu Kredit wieder aufgebaut», Ausgabe vom 29. August

Der GGR hat sich an seiner Sitzung vom 28. August 2018 einstimmig für den Ersatzbau des abgebrannten Vereinslokals des Centro Español Zug (CEZ) ausgesprochen. Damit gibt er dem Verein wieder die Grundlage zur Aufrechterhaltung seiner Vereinsaktivitäten.

Grosse Empörung und hitzige Voten wurden von den Politikern zum Thema Mietverhältnis vorgetragen. So ist neu die Rede von einer «Liegenschaft an der Chamerstrasse 169 in Zug» und einer «Leistungsvereinbarung», die es zu erarbeiten gibt. Von «Airbnb und Luxusferien», «leichten und hohen Verdiensten», «dreister Verpachtung» und «luxuriösem Vereinsleben» ist in dem entsprechenden Artikel in der «Zuger Zeitung» zu lesen. Solche Wortkonstruktionen im Zusammenhang mit dem Verein Centro Español Zug lassen mir als Mitglied des CEZ das Blut in den Adern gefrieren.

Komplett ausgeblendet haben die Politiker die Tatsache, dass der Verein seit 54 Jahren erfolgreich die Integration der spanischen Vereinsmitglieder ermöglicht. Die Mittel dazu werden mit dem Betrieb eines Vereinslokals selbst erarbeitet. Noch nie in der Geschichte des CEZ wurde ein «Pächter» angestellt. Das Lokal wurde immer von einem oder auch mehreren Vereinsmitgliedern geführt, welche jeweils bereit waren, mehr für das Betreiben der spanischen Gastronomie im Vereinslokal zu bezahlen als die «offizielle» Miete. Mit dem «Gewinn» wurde und werden den Mitgliedern unter anderem Deutschkurse, Ausflüge, Kindergeschenke zum Dreikönigstag und Rückführungen von Verstorbenen finanziert, welche sie oftmals nicht selber tragen können. Die «Vereinsrechnung» war in diesen 54 Jahren immer ausgeglichen, der CEZ hat nie mehr Geld ausgegeben, als er selber erarbeitet hat. Dazu wurden unzählige unentgeltliche Stunden ehrenamtlicher Tätigkeiten für das Gemeinwohl geleistet, und das ganze ohne Unterstützung von Gemeinde oder Kanton.

Dem aktuellen und «spanischen Pächter» ist es zu verdanken, dass das CEZ «Kultstatus» bei vielen Schweizer Gästen erlangt hat, darunter nebenbei auch viele Zuger Politiker. Die spanische Grosszügigkeit und die damit verbreitete Stimmung lässt jeweils viele Gäste in den Choller zum «Spanier» pilgern.

Es ist zu hoffen, dass der Stadtrat die unbestritten notwendige Leistungsvereinbarung so gestalten wird, dass der CEZ auch in Zukunft seine wichtige Kernaufgabe, nämlich die Integration und Unterstützung der Spanierinnen und Spanier, selber wahrnehmen kann, ohne finanzielle Hilfe der öffentlichen Hand. Ebenso ist zu hoffen, dass die «Liegenschaft an der Chamerstrasse 169» in Zukunft wieder als «Spanier» wahrgenommen wird.

Alberto Casco, Hünenberg See

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