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Der VCS und Pro Natura sind Verhinderungsklubs

«Verbände üben massive Kritik am Tunnel», Ausgabe vom 14. Juli
Peter Zumstein, Lungern

Die Verhinderungstaktik des VCS und der Pro Natura mit einer Einsprache gegen den Tunnel Kaiserstuhl ist schlicht nicht nachvollziehbar. Wer jeden Tag die Strecke beim Kaiserstuhl und die ganze Brünigstrasse befährt, kennt die prekären Verhältnisse auf diesem Strassenabschnitt. Sie wird als A8 vermarktet, doch es herrscht gemischter Verkehr. Neben Autos, Wohnwagen, Lastwagen mit Anhängern und Sattelschleppern sind auch Velos und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs. Zudem ist es sehr eng, da geht Kreuzen nur schwer. Die grossen Fahrzeuge scheren in den Kurven teils bis zur Hälfte über die Sicherheitslinie aus.

Es ist eine Frage der Zeit, bis einer oder mehrere Velo­fahrer verunfallen oder andere Unglücke passieren. Besonders gefährlich wird es beim Bahnübergang Kaiserstuhl: Wenn von oben und von unten eine Kolonne steht und die Barriere gesenkt wird, kommt man nicht mehr vor und zurück. Da ist man dem Schicksal überlassen. Der Tunnel, der gleichzeitig noch vor den Naturgefahren schützt, ist die einzig vernünf­tige Lösung für den Verkehr. Der Ausbau der offenen Linienführung kommt keinen Franken billiger, unter anderem wegen der Kunstbauten. Ich habe schon gelesen, dass Linke und Grüne inklusive der Vertreter von Pro Natura und VCS überall für Sicherheit einstehen. Warum hier nicht? Es wurde ein Veloweg errichtet, doch praktisch niemand nutzt ihn, und alle fahren auf der Brünigstrasse. Ist da etwas schiefgelaufen? VCS heisst Verkehrs-Club der Schweiz. Es wäre eigentlich logisch, dass die Organisation für den Verkehr einsteht. Aber er ist leider nur ein Verhinderungsklub, genauso wie Pro Natura. Wo war der VCS bei der Lopper-Anbindung an die A2, wenn man den Anspruch hat, dass Obwalden kein Durchgangskanton sein soll?

Wieso sind die Linken, die Grünen, Pro Natura oder der VCS nicht gegen die Massen­einwanderung? Da liegt doch zum grössten Teil die Wurzel des vielen Nahverkehrs. Jedes Jahr kommen 60000 bis 80000 Einwanderer allein aus dem EU-Raum – die Flüchtlinge nicht mitgezählt. Die kommen nicht zu Fuss oder mit dem Leiterwagen, die kommen alle mit Auto. Das gibt entsprechend mehr Verkehr. Da müssen doch Strassen, Häuser, Kanalisationen, Stromversorgung und vieles mehr angepasst werden, sonst geht da irgendwann nichts mehr. Das braucht wieder Grünflächen – im Gegensatz zu einem Tunnel.

Man soll nicht eine Bergregion mit unzumutbaren Strassenverhältnissen, die im Winter noch prekärer sind, bestrafen. Die Taktik der einsprechenden Verbände grenzt an Schizophrenie.

Peter Zumstein, Lungern

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