Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der Weggang des Kantonsförsters gibt zu reden

«Was ist auf der Direktion los?», Leserbrief in der Ausgabe vom 8. März
Werner Gretener, Alt Korporationsrat, Hünenberg

Was läuft eigentlich in der Direktion des Innern aus dem Ruder? Mit grossem Entsetzen habe ich den Leserbrief von Vitus Hürlimann gelesen. Ich kann aber jedes Wort bezüglich der Beurteilung von Martin Winkler voll und ganz unterstützen. Auch ich kenne Martin Winkler schon seit vielen Jahren und war immer fest davon überzeugt, dass er als Kantonsförster sein Amt vorbildlich geführt hat. Mit seiner gewinnenden Art kam er bei allen Forstleuten und Waldeigentümern sehr gut an, was sich im Zuger Wald positiv niederschlug. Das weiss ich aus erster Hand, denn ich war während 16 Jahren in Hünenberg im Korporationsrat tätig und hatte so auch öfter mit Martin Winkler zu tun. Obwohl ich für das Bauen zuständig war, gab es immer wieder diverse Probleme in den Bereichen Wald und Holz zu diskutieren. So plante und baute die Korporation zusammen mit der Elektro-Genossenschaft Hünenberg die teilweise mit Holzschnitzeln betriebene Biogasanlage, verbunden mit einem Fernwärmenetz. Bei der Machbarkeitsprüfung und der Planung dieser Anlage hat uns Martin Winkler sehr unterstützt und sein grosses Fachwissen zur Verfügung gestellt. Ohne Martin Winkler hätte dieses Projekt nicht so problemlos verwirklicht werden können. Mit dieser Anlage versorgen wir in Hünenberg rund 1800 Wohnungen mit Fernwärme und sparen pro Jahr zirka 1 000 000 Liter Heizöl und zirka 1 000 000 Kubikmeter Erdgas. Das Problem im Amt für Wald und Wild liegt weder beim Borkenkäfer noch bei der Eschenwelke noch bei den Sturmschäden. Diese Probleme lösen die Fachleute unter Führung des Kantonsförsters selber sehr kompetent. Nein, ich orte das Problem bei Frau Landammann Manuela Weichelt. Es sind meines Erachtens bereits seit längerer Zeit offensichtliche Zeichen von Überforderung, eingeschränkten Führungsqualitäten sowie ungenügender Sozialkompetenz auszumachen. Es ist unbegreiflich, dass bisher niemand diese Probleme an die Öffentlichkeit gebracht hat. Etliche qualifizierte Mitarbeiter mussten und wollten bereits über die Klinge springen. Wie viele weitere müssen noch folgen, bis endlich etwas unternommen wird? Ich hätte von Frau Weichelt als Vertreterin einer Linkspartei eine ganz andere soziale Einstellung erwartet. Es bleibt zu hoffen, dass diese Vorkommnisse bei den Wahlberechtigten bis zu den nächsten Wahlen nicht in Vergessenheit geraten.

Werner Gretener, alt Korporationsrat, Hünenberg

Der für viele kaum verständliche Abgang von Kantonsförster Martin Winkler ist für Insider weniger überraschend. Es ist die logische Folge eines unmöglichen Führungsstils der Departementschefin. Der Verschleiss wertvoller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die sinkende Akzeptanz bei der Bevölkerung sind deutliche Zeichen einer ineffizienten Amtsführung. Als Förster, seit 14 Jahren im Ruhestand, war ich bis zum letzten Arbeitstag stolz auf die anerkannte Fachkompetenz und den hohen Leistungsausweis des Kantonsforstamtes. Die berufliche Kompetenz stand im Mittelpunkt, und guten Mitarbeitern wurde ein grosser Freiraum zur optimalen Entfaltung zugebilligt. Martin Winkler war für mich der Inbegriff eines fachlich und menschlich ausgezeichneten Chefs. Die beispielhafte Bewältigung der verheerenden Sturmschäden durch«Vivian», die Organisation der Nasslagerung des Schadenholzes, und als er bei «Lothar» als für alles zuständiger Kantonsförster auftrat, bleiben in bester Erinnerung. Dass Martin Winkler nun nach mehr als zehn Jahren schulmeisterlicher Behandlung genug hat und die Reissleine zieht, ist gut nachvollziehbar. Der Spruch «Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende» trifft hier den Nagel auf den Kopf. Meine Stellungnahme ist keine Abrechnung mit alternativ-grüner Politik; im Gegenteil, in einer Zeit, in der mit Geld allein viel zu viel Macht und Einfluss generiert wird, sind Querdenker nötiger denn je. Schade nur, dass im Falle von Manuela Weichelt Theorie und Praxis nicht übereinstimmen. Mir geht es vor allem um die Sache und weniger um die Person. Obwohl ich als Pensionierter von diesem frauenunspezifischen Führungsstil nicht mehr direkt betroffen bin, habe ich schon sehr früh interveniert. Vor acht Jahren habe ich meine diesbezüglichen Bedenken Patrick Cotti, vor sechs Jahren Jo Lang und vor drei Jahren Hanspeter Uster mitgeteilt. Das Forstamt und mit ihm die ganze Direktion brauchen dringend ein Umfeld mit einer verlässlichen und nachhaltigen Personalpolitik.

Kari Müller, Förster im Ruhestand, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.