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Deutschland: 55 Prozent sind Christen

«Luzerner zeichnen religiöse Landkarte neu», Ausgabe vom 3. März
Peter Menz, Willisau

Im Untertitel wird verheissungsvoll angekündigt: «Über die Religionszugehörigkeit der Europäer gibt es erstaunlich wenig verlässliche Daten. Ein Forschungsprojekt der Universität Luzern will dies nun ändern.» Wie sieht die mit dem Label «Quelle: Universität Luzern» versehene neue religiöse Landkarte denn aus? Auf der Europa-Karte, auf der «die grössten Religionen 2006-2015» präsentiert werden, sind die bevölkerungsreichen Staaten Deutschland, Frankreich und Grossbritannien durchwegs grau markiert, was laut Legende bedeutet: «Keine Religion»! Viele Bayern zum Beispiel würden sich für diese Zuordnung bedanken! Denn informiert man sich im Internet über die Religionszugehörigkeit der Deutschen, so findet man eine Erhebung von Ende 2016, laut der die Konfessionsfreien mit 36,2 Prozent zwar den grössten Bevölkerungsteil stellen, insbesondere im Gebiet der ehemaligen DDR: Aber immerhin gibt es daneben 28,5 Prozent Katholiken (vor allem in Süd- und Westdeutschland) und 26,5 Prozent Evangelische (in Mittel- und Norddeutschland), zusammen also 55 Prozent Christen. Und dieser beachtliche Bevölkerungsanteil wird auf der Karte dieses Forschungsprojekts nicht einmal erwähnt. Ganz Deutschland hat, man höre und staune, gemäss dieser Luzerner Forschung nun einfach «keine Religion».

Für die beiden andern Staaten in Grau – und damit ohne Religion! – werden im Internet für das Jahr 2020 je rund 20 Millionen religiös Ungebundene vorausgesagt, wobei im gleichen Jahr 2020 laut dieser Prognose Grossbritannien 36 Millionen Christen und Frankreich 38 Millionen Christen zählen wird. Wäre dies in einem Forschungsprojekt «über die Religionszugehörigkeit der Europäer» nicht auch erwähnenswert?

Peter Menz, Willisau

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