Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Die Armee muss attraktiver werden

«Prügelknabe Zivildienst», Ausgabe vom 22. März
Roger Schärer, Feldmeilen

Statt zu lamentieren, dass zu viele Taugliche in den «attraktiveren» Zivildienst abwandern und sogar die Hürden für den Zivildienst zu erhöhen, müssen wir führende Offiziere uns selbst an der Nase nehmen und alles für einen attraktiveren, vernünftigeren, motivierenderen, bildungsintensiveren und erlebnisreicheren Dienst an der Sicherheit unseres Landes tun. Es gilt, die Synergien zwischen Armee, Wirtschaft und Beruf zu stärken und zu leben. Wenn geistig stehen gebliebene bürgerliche Sicherheitspolitiker davon reden, dass sich das Gift des Zivildienstes in unser Wehr­-wesen hineingefressen hat, dann gehören solche Reduit­politiker nicht mehr ins Parlament. Die Entkriminalisierung des Zivildienstes war die richtige Antwort auf den Wandel in der Zivilgesellschaft. Es wäre deshalb falsch, unsere Zivis zu diskriminieren und wieder höhere Hürden für den Eintritt einzuführen. Damit würden wir der Linken eine neue erfolgreiche Politfront eröffnen, und die Politdiskussion würde wieder parlamentarische Kräfte binden und von den prioritären Problemen der Sicherheits- und Armeepolitik ablenken. Zivis sind als gleichwertige Mitbürger anzuerkennen, die sich für unsere Gesellschaft mit Fähigkeiten, Motiven, beruflicher und sozialer Kompetenz engagieren wollen. Wir brauchen beides, soldatisches Können und Handwerk in neuen Bedrohungslagen und Engagement für die immer älter werdende Bevölkerung, für Zivilgesellschaft, Bildungs- und Gesundheitswesen und Umwelt. Im Übrigen sind die Bestände für die Armee gesichert. Bundesrat Schneider-Amman, bei dessen Departement der Zivildienst organigrammmässig angegliedert ist, lag einst goldrichtig. Er hielt vor kurzem keine erschwerenden Massnahmen für den Zivildienst für nötig. Heute ist sein Sinneswandel er­staunlich. Hingegen muss sich die Armeeführung anstrengen, um Motivation und Attraktivität der Armee zu steigern. Zudem müssen der Zivildienst und seine Zukunft vom VBS und dem Departement von Schneider-Ammann WBF engstens koordiniert werden. Der Zivildienst hat auch eine volkswirtschaftliche Dimension und Perspektive.

Roger Schärer, Feldmeilen

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.