Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Die Aufhebung der Parkplätze gibt zu reden

Zur geplanten Umgestaltung des Postplatzes in Zug
Felix Kalt, Präsident Gewerbeverein der Stadt Zug, Zug

Die Abteilung Sicherheit und Verkehr der Stadt Zug hat den Gewerbeverein eingeladen, sich im Rahmen eines Mitwirkungsverfahrens darüber zu äussern, welche oberirdischen Parkplätze rund um den Postplatz aufzuheben sind. Zu diesem städtischen Vorhaben nahm der Gewerbeverein ausführlich ablehnend Stellung. Offenbar soll ein überholtes Projekt durchgeboxt werden. Die heutige Situation ist bei weitem nicht mehr dieselbe wie damals vor zehn Jahren, als Stadtrat und Gemeinderat sich mit dem Bebauungsplan Postplatz befassten und die Abstimmenden den Plan akzeptierten. Der Stadttunnel wird nicht gebaut; es gibt keinen Riegel am Postplatz; der Verkehr auf dem Postplatz wird weiter zunehmen; die Post verschwindet vom Postplatz; die Stadtverwaltung zieht in den Westen. Die weitere Verschmelzung des oberen und unteren Postplatzes steht so nicht mehr zur Diskussion.

Der Postplatz wird weiterhin Verkehrsknotenpunkt sein, ob einem das passt oder nicht. Damit hat sich auch die Verwaltung abzufinden. Entsprechend regt der Gewerbeverein an, dieser Situation Rechnung zu tragen und durchaus städtebauliche Verbesserungen auf dem oberen Postplatz vorzunehmen, gleichzeitig aber auch die oberirdischen Parkplätze auf dem unteren Postplatz zu belassen. Jedes Parkhaus ist nur so gut wie seine Erschliessung. Das Parkhaus Postplatz befindet sich gemäss Projekt verkehrstechnisch praktisch in einer Sackgasse. Dies erscheint für eine vernünftige Bewirtschaftung alles andere als ideal. Angeregt wird deshalb, dass zumindest zusätzlich auch die Zufahrt zum Parkhaus ab dem unteren über den oberen Postplatz ermöglicht wird. Die Wegfahrt könnte über die Poststrasse erfolgen. Für Gewerbe und Detailhandel sind Parkplätze wichtiger als diese Unterflurcontainer (UFC), welche rundum entstehen sollen. Entsprechend ist an den im Umfeld des Postplatzes aufgezeigten Standorten auf den Bau der teuren UFC zu verzichten, wenn diese Anlagen zu einem weiteren Parkplatz­abbau führen würden. Zusammenfassend halten wir fest, dass wir grundsätzlich immer gegen die Aufhebung von Parkplätzen sind, welche Nutzen für Handel und Gewerbe haben. Am Streichen einzelner Parkplätze nehmen wir nicht teil. Inzwischen hat der Stadtrat zur Umgestaltung des unteren Postplatzes eine Vorlage erlassen. Der Gewerbeverein stellt fest, dass der Stadtrat kein einziges Anliegen des Gewerbevereins aufnimmt, ja, zu keinem auch nur mit einem Satz Stellung nimmt. Offenbar interessiert sich der Stadtrat für die Bedürfnisse des Gewerbes und des Detailhandels nicht. Der Gewerbeverein der Stadt Zug nimmt dies so zur Kenntnis und klärt ab, mit welchen politischen Mitteln die aus seiner Sicht verfehlte Planung am Postplatz korrigiert und an die herrschenden Verhältnisse angepasst werden kann.

Felix Kalt, Präsident Gewerbeverein der Stadt Zug, Zug

Mit Sorge lese ich immer wieder von der Beseitigung der oberirdischen Parkplätze rund um die Zeughausgasse und frage mich, ob sich mein Einkaufsverhalten so stark von dem anderer beziehungsweise der Regierung unterscheidet oder ob alle anderen so viel mehr Zeit für Erledigungen haben oder sich nehmen. Um fünf Hemden in die Reinigung zu bringen und abzuholen oder zum Schuster zu gehen, möchte ich nicht in ein Parkhaus fahren; da es in keinem zeitlichen Verhältnis steht. Ich kann natürlich alles im Einkaufszentrum bei irgendwelchen Ketten erledigen, aber wesentlich mehr schätze ich die verbliebenen Einzelhändler. Und es wird wohl hoffentlich nicht erwartet, dass ich vom Metalli aus meine Hemden hin- und hertrage. Gerne nehme ich die Regierenden mal einen Morgen lang mit, um einen Fünf-Personen-Haushalt zu organisieren. Die Pläne erscheinen einfach so realitätsfern, und immer ist das Auto der Buhmann. Vielleicht soll das Geschäftsleben in der Altstadt aber einfach endgültig sterben, dann braucht es allerdings auch keinen leblosen Platz mit Bänken mehr.

Nina Aumann, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.