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Leserbrief

Die Auswirkungen von Missgunst, Angst und Intoleranz

«Churchill-Quai: Widerstand gegen neuen Spielplatz», Ausgabe vom 23. Mai

Rund 30 Anwohner haben eine Sammeleinsprache gegen einen neuen Spielplatz am Churchill-Quai unterschrieben. Nach den Hundehaltern sollen nun also unsere Kleinen die Auswirkungen von Missgunst, Angst und Intoleranz spüren.

Die Stadtgärtnerei hat gemeinsam mit jungen Erwachsenen und Kindern aus der Nachbarschaft den Spielplatz als Begegnungsort für Jung und Alt geplant. Er hätte bis Ende Sommer realisiert werden sollen. Dazu wird es wohl aufgrund der Sammeleinsprache nicht kommen. Schade – ich möchte mit diesem Schreiben und meinem Namen meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen: Die involvierten Kinder waren mit Engagement und Stolz an den Planungsarbeiten.

Die Unterzeichner der Einsprache wollen im Wesentlichen einen weiteren «Chilbi-Platz» verhindern. Nun, das Leben findet statt. Die Auswirkungen des verdichteten Bauens und Zusammenlebens ebenfalls. Dass unzivilisierte Zeitgenossen (das sind nicht nur Teenager) nicht wissen, wie man sich benimmt und Abfälle entsorgt, stört mich ebenfalls. Dem kann und soll man jedoch nicht mit Blockade begegnen. Das käme einer Kapitulation gleich. Hier ist Zivilcourage und Toleranz gefragt. Und die lernen die Kleinen, indem sie ernst genommen und eingebunden werden. Genau dies ist bei der Planung geschehen und soll nun rückgängig gemacht werden. Zivilcourage findet sich auch oft bei den Eltern, die ihre Kinder auf die Spielplätze begleiten. Und nicht zuletzt: Zivilcourage habe ich ebenfalls bei vielen Hundehaltern erlebt, die auf übelste Weise beschuldigt und beschimpft wurden. Ich habe gesehen, dass sie mit Ruhe und Zurückhaltung darauf reagierten – mit einem Verhalten also, welches sie auch Ihren Hunden beibringen.

Es wurde auch angeführt, dass der Mehrverkehr bereits störend sei. Nun, es haben nicht alle das Glück, so unmittelbar in einer so schönen Gegend zu wohnen, die so viel bietet. Anderen den Besuch in unserer Nachbarschaft zu verübeln oder zu erschweren, entspricht nicht meinem Gerechtigkeitssinn. Auch andere bezahlen ihre Steuern. Heute freue ich mich mit den Hundehaltern und den Besuchern aus anderen Gegenden. Und ich hoffe, dass die Begegnungsstätte für Jung und Alt trotz allem noch realisiert wird – und zwar genau so, wie es die Kinder geplant haben.

Peter Schmid, Luzern

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