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Die Behörden sind in der Pflicht

«Kanton untersucht Pendlerströme», Ausgabe vom 2. März 2018
Wäli Kammermann, Dallenwil

Der Kanton Nidwalden möchte die Pendlerströme untersuchen. Weil angeblich die Daten dazu fehlen, sollen die Strukturerhebungsdaten des Bundes von rund 1000 ausgewählten Nidwaldnern hinzugezogen werden. Diese seien ja auch «relativ genau». Das erstaunt. Die Informationen fehlen nämlich keineswegs. Jährlich liefern die Nidwaldner dem Kanton eine Steuererklärung ab. In dieser macht jeder Pendler sehr genaue (!) Angaben zu Arbeitgeber, Arbeitsort und mit welchem Verkehrsmittel er pendelt. Und neuerdings ist das Ganze sogar elektronisch erfasst. Wieso kommt man nicht auf die (eigentlich naheliegende) Idee, diese Daten auszuwerten?

Die Pendlerströme zu analysieren, ist durchaus sinnvoll. Spannend ist allerdings, dass jeweils nur von ÖV-Strömen gesprochen wird. Der Individualverkehr ist scheinbar kein Thema. Wenn dann von VCS-Exponenten auch noch behauptet wird, das Geld für Ausbauten wäre ja vorhanden, stellt sich die Frage, weshalb man dann den individuell Pendelnden die Steuerabzüge zusammenkürzt. Vor zwei Jahren wurde noch mit der desaströsen Finanzlage des Kantons argumentiert. Woher kommt denn dieses Geld plötzlich?

Nidwalden ist ein Pendlerkanton, das ist nicht neu. Es geht aber nicht an, dass der Kanton Geld, welches er den motorisiert Pendelnden wegnimmt, in den ÖV-Ausbau umverteilt. Als Bürger (und Pendler) sehe ich die Behörden in der Pflicht, alle gleich zu behandeln. Weshalb tun sie das nicht?

Wäli Kammermann, Dallenwil

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