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Leserbrief

Die einzigen Baureserven für die nächsten Jahre

Zum Leserbrief von Franz Felder «Das ist eine Schande für Zug», Ausgabe vom 25. Mai
Michael Arnold, Baar

Herr Felder spricht in seinem Leserbrief bezüglich der im Gebiet Ruessen geplanten Überführung der Reservebauzone in eine endgültige Bauzone von einer Schande. Das sehe ich nicht im Entferntesten so. Im Gegenteil: Ich gratuliere dem Gemeinderat und den Grundeigentümern zu diesem Vorhaben. Erstens betrifft dies, wie eingangs erwähnt, lediglich die Überführung einer Reservebauzone in die endgültige Bauzone. Da die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das teilrevidierte Raumplanungsgesetz angenommen haben, sind dies die einzigen Baureserven, welche in den nächsten Jahren genutzt werden können – und auch müssen, um eine gerechte Entwicklung und ein entsprechendes Wachstum zu ermöglichen. Zweitens spricht man hier von einer Landfläche, welche an eine bestehende Arbeitszone angrenzt. Dies darf nicht verglichen werden mit einer Wohnzone, an welcher Verdichtung definitiv die Zukunft bedeutet. Bezahlbarer Wohnraum und Verdichtung stehen ohnehin im Fokus der anstehenden Ortsplanungsrevisionen. Eine Anspruchsgruppe oder ein Aspekt, der aber darin bisher weitestgehend ausser Acht gelassen wurde, ist unser lokales produzierendes Gewerbe. Und genau diesem Aspekt wird hier in Sihlbrugg Abhilfe geschaffen. Die bisher vorgeschriebenen Gewerbeanteile in spezifischen Wohnzonen sind sehr undienlich für die «Gewerbler», weil zu viele Interessenkonflikte zwischen Wohn- und Arbeitsraum bestehen. Das produzierende Gewerbe benötigt grosse Flächen in reinen Arbeitszonen mit entsprechenden Parkiermöglichkeiten. Dies ist möglich zu realisieren in diesem Gebiet in Sihlbrugg. Hier können die geforderten Grundlagen für das lokale Gewerbe geschaffen werden. Durch solche Vorhaben werden lokale Ausbildungs- und Arbeitsplätze nicht nur erhalten und gesichert, sondern können auch auf- und ausgebaut werden und ich bin überzeugt, dass dieses Angebot rege Nachfrage erfahren wird.

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