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Leserdebatte

Die Entwicklung im Online-Handel kann man nicht dem Stadtrat anlasten

«Warum so viele Läden aus der Luzerner Innenstadt verschwinden», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 22. Juli

Wer dem Luzerner Stadtrat politisches Versagen und blinde Konzeptlosigkeit vorwirft, muss sachliche Gründe haben. Hat der Parteipräsident von Meggen vielleicht übersehen, dass seine CVP-Parteikollegen im Grossen Stadtrat und auch die Stimmbürger der Stadt Luzern mit 55,6 Prozent der Initiative für eine autofreie Bahnhofstrasse klar zugestimmt haben? Der Stadtrat ist dabei, den politischen Auftrag umzusetzen und die autofreie Bahnhofstrasse für Einheimische und Touristen aufzuwerten. Bekanntlich reguliert der freie Markt und nicht die Politik den Handel. Das jährliche Wachstum im Onlineverkauf von über 5 Prozent ist markant und wird sich fortsetzen. Eine Entwicklung, die klar nicht dem Versagen der städtischen Politik angelastet werden kann. Wie im Detailhandel passen sich auch die Mieten und der Immobilienhandel dem Angebot und der Nachfrage an. Im freien Marktsystem kann der Verkauf von Liegenschaften an meistbietende Ausländer auch in der Luzerner Altstadt nur beschränkt reguliert werden. Der Stadtrat versucht, mit Vorschlägen zur Attraktivierung der Innenstadt, die Lebensqualität der Bewohner und der Geschäfte zu sichern. Er ermöglicht damit einen von der Bevölkerung getragenen Tourismus. Wie in Meggen entscheidet auch in Luzern das Volk bei Wahlen und Abstimmungen demokratisch.

Hansjörg Kaufmann, Luzern


Martin Zemp, CVP-Obmann und Berufsoffizier der Schweizer Armee, schreibt aus dem steuergünstigen Meggen, undifferenziert gegen den die Ferien geniessenden Luzerner Stadtrat. Warum nimmt er nicht einfach persönlich Kontakt mit Parteikollegin und Stadträtin Franziska Bitzi oder dem CVP-Grossstadtrat und Altstadtspezialisten der City-Vereinigung, Albert Schwarzenbach, auf? Bei ihnen könnte er seine (Rat-)Schläge platzieren. Ich weiss nicht, warum er sich das Recht herausnimmt, den Luzerner Stadtrat an seine «Führungsverantwortung» zu erinnern. Er gehört glücklicherweise nicht zu den Stadtluzerner Wählern. Vielleicht setzt er sich in Meggen für eine Fusion mit der Stadt Luzern ein. Zemp schreibt davon, «demokratische Entscheidungen umzusetzen, diese zu wahren sowie dem Allgemeinwohl zu dienen». Doch er respektiert nicht einmal die durch Wahlen entstandenen Parteiverhältnisse in meiner Stadt sowie den klaren Volksentscheid zur Beruhigung der Bahnhofstrasse vor dem motorisierten Individualverkehr. Das finde ich undemokratisch und verwerflich. Zwei Schlussbemerkungen kann ich mir nicht verkneifen: Mir sind auch Schwierigkeiten der Vermietung von Ladenlokalen der Mall of Switzerland in Ebikon, mit einem Überangebot an Autoparkplätzen, bekannt. Und: Als ehemaliger Radfahreroffizier weiss ich, dass immerhin früher die Armee auf Velos nicht verzichten wollte.

Rolf T. Spörri, Luzern

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