Leserbriefe
Die Initiative schadet jungen Start-ups und den Arbeitsplätzen

Zur eidgenössischen Abstimmung über die 99-Prozent-Initiative am 26. September

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Die Schweiz ist bekannt für ihre innovative Startup-Szene. Zahlreiche Gründerinnen und Gründer tragen mit Unternehmergeist und Risikobereitschaft wesentlich zum Erfolg unseres Landes bei. So war es zumindest bis jetzt. Mit einer Annahme der Initiative der Juso würde die Attraktivität der Schweiz für Gründerinnen und Gründer jedoch dramatisch einbrechen. Viele Startups werden mit der Hoffnung gegründet, dass sie irgendwann an eine grössere Firma verkauft werden können. Mit der neuen Steuer gäbe es jedoch schlicht keine Anreize mehr, in Startups zu investieren. Denn: Bei einer Annahme der Initiative sollen Kapitalgewinne neu mit 150 Prozent besteuert werden.

Dabei sind es doch gerade diese jungen innovativen Unternehmer, die zum guten Ruf unseres Wirtschaftsstandortes beitragen. Wer nicht will, dass der Innovationsstandort Schweiz an Attraktivität verliert, sollte Nein sagen.

Matthias Erni, Präsident Jungfreisinnige Kriens


Was wir für eine Neid-Gesellschaft haben, zeigt sich bei dieser Initiative der Juso. SP, Grüne, Klimaschützer und Gewerkschaften unterstützen sie – also zum grossen Teil Leute, die keine Bundessteuer zahlen und nur vom Staat profitieren wollen. Familienunternehmer, Kleinanleger, Pensionskassen und AHV investieren in Aktien und Firmen, was der Wirtschaft zugute kommt. Es ist alles Geld, das schon versteuert worden ist. Die meisten Firmen legen Dividenden wieder in der Firma an und sichern so Arbeitsplätze. Was ist das für eine Neidgesellschaft, die den Kleinsparern die Dividenden und Aktiengewinne nicht gönnt und dafür sorgen will, dass sie diese noch einmal versteuern müssen? Was passiert, wenn die Aktienkurse fallen? Übernehmen die Linken die Verluste? Wohl kaum.

Das Risiko, das Investoren tragen, muss belohnt sein. Zum Glück haben wir in der Schweiz wohlhabende Leute, die in unser Land investieren, darum geht es allen einigermassen gut.

Walter Grab, Hergiswil