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Leserbrief

Die Karten sollen auf den Tisch gelegt werden

«Synodalrat verärgert mit Schreiben» und «Nachgefragt» mit Ursula Stämmer, Ausgaben vom 19. und 20. Juni

Seit Tagen beruft sich die Führung der reformierten Landeskirche des Kantons Luzern (Ursula Stämmer-Horst und Marlene Odermatt, beide letzte Woche in der Luzerner Zeitung) auf ein «Gutachten» bzw. «rechtliche Richtlinien», welche dem juristisch nicht ganz unerfahrenen Referendumskomitee zu einem reibungslosen Ablauf des Referendums «dienen» sollen. Seit Tagen fordert das Referendumskomitee die transparente Offenlegung des vollständigen Gutachtens. Immerhin leitet die Frau Synodalratspräsidentin daraus ab, dass die Nutzung der kirchlichen Infrastruktur zum Sammeln von Unterschriften strikte verboten sei. Vereinzelt verbieten jetzt Kirchenvorstände sogar die Nutzung von landeskirchlichen Versammlungsräumlichkeiten (ausserhalb der Kirche) zur Durchführung einer Informationsveranstaltung, was sonst keinem Kaninchenzüchterverein verboten würde. Was für ein Demokratieverständnis!

Bisher hat die Berufung auf diese ominöse, womöglich inexistente, jedenfalls aber mit Steuergeldern bezahlten Expertise nur eines bezweckt: die Einschüchterung der Amtsträger innerhalb der reformierten Kirche. Leider haben sich auch Exekutiv-Mitglieder von autonomen Kirchgemeinden durch dieses Trauerspiel verunsichern lassen.

Rechtlich vollkommen unhaltbar ist es, Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern der reformierten Landeskirche auf dem Boden autonomer Kirchgemeinden das Sammeln von Unterschriften zu verbieten, solange niemand bedrängt oder in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Immerhin verbietet der Kanton den Gemeinden mit dem neuen Personalgesetz die freie Wahl des Anstellungsverfahrens betreffend Pfarrpersonen. Ein nach der persönlichen Überzeugung des Unterzeichnenden klarer Eingriff in die Kirchgemeindeautonomie, welche angeblich mit der neuen Kirchenverfassung noch ausgebaut wurde.

Man muss annehmen, dass es den eingangs erwähnten Exponentinnen bisher um nichts anderes als Desinformation ging. Wenn ihnen angeblich die «Hilfestellung» zuhanden der Unterstützerinnen und Unterstützer des Referendums am Herzen läge, hätten sie längst ihre Karten auf den Tisch gelegt. Das Referendumskomitee hat dies jederzeit auf der Internetseite www.leiten.ch getan. Mögen sich die beiden Kirchenoberhäupter daran ein Beispiel nehmen.

Christian Hochuli, Hildisrieden, Unterstützer des Referendumskomitees

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