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Die Kirche nah beim Menschen

Zu einem Projekt der reformierten Kirche in Stäfa
Roger E. Schärer, Feldmeilen

Das Speeddating der reformierten Kirchgemeinde Stäfa hat eine hohe mediale Aufmerksamkeit gefunden. Die heutige Gesellschaft mit der sich rasant entwickelnden Informationstechnologie und den sozialen Medien reflektiert und nutzt intensiv die neuen Kommunikationsmöglichkeiten. Es ist im Sinne eines gelebten Christentums, dass die Kirche diese Entwicklung, immer aber den Grundsätzen des Evangeliums verpflichtet, aufnimmt und umsetzt. Kirche reflektiert die Entwicklungen unserer Zivilgesellschaft, darf aber ihre Glaubensüberzeugungen und ihren Auftrag nicht verlieren. Lebendigkeit, Nähe zur Gemeinde und neue Wege sind nötiger denn je. Überalterte Kirchgemeinden, Kirchenaustritte zu Tausenden in der Schweiz, überforderte Kirchenbehörden, die sich mehr für Finanzplanung und Steuerfragen interessieren, Pfarrer, die immer mehr zu Kulturbeamten werden und das «Feu sacré» für unseren von Freigeist und Islam bedrängten christlichen Glauben verlieren, sind nicht die Zu­kunft, sondern die Verheissungen und die Freiheit des Evan­geliums. So ist denn dieses Speed­dating der Kirchgemeinde Stäfa ein beeindruckendes Beispiel eines neuen Weges. Als Vater von zwei erwachsenen Kindern, eine begeisternde und begeisterte Lehrerin und ein sehr erfolgreicher Harvard-Wirtschaftsstudent, kenne ich die grossen Probleme in unserer konsumorientierten, hedonistischen Gesellschaft, Partnerinnen und Partner zu finden, die traditionell schweizerische und christliche Werte und die Voraussetzungen mitbringen, Ehen einzugehen, deren Grundlagen zu glücklichen, dauerhaften Familienleben führen. Unsere Gesellschaft ist ohne stabile wertorientierte Familien gefährdet. Gemeinsamer Glaube, Werte und Grundlagen sind entscheidend. Dies gerade mit Blick auf den traurigen Umstand, dass bald jede zweite Ehe hierzulande geschieden wird und vielseitigen sozialen, finanziellen und wirtschaftlichen Kollateralschaden zur Folge hat. Deshalb Glückwünsche für die Pfarrerinnen und den Pfarrer in Stäfa für diesen neuen Weg! Andere Kirchgemeinden sind gefordert.

Roger E. Schärer, Feldmeilen

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