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Die neuen Rettungskapseln stören nur

Chropfleerete
Andy Raeber, Luzern

Bei der Sanierung der Reussbrücke wollte man die Geländer erhöhen und mit einem Stahlkabel verstärken, um einen Absturz mit dem Auto in die Reuss zu verhindern. Sicherheit geht vor – aber es war noch nie ein Auto ins Geländer gefahren und in die Reuss gestürzt.

Man beliess das denkmal­geschützte, schmiedeeiserne Geländer im Originalzustand. Die Vernunft siegte. Wie viele Menschen sind seit Bestehen der Brücke ungewollt in die Reuss gefallen und zu Tode gekommen? Eben; auch keine. Das Schwimmen oberhalb des Reusswehr­anlage ist sowieso verboten. Trotzdem hängen nun überall diese ästhetisch unbefriedigenden, knallroten Rettungskapseln. Im geschützten Altstadtbereich ein Affront. Die bestehenden Rettungsringe und -stangen sind so zu pflegen und zu unterhalten, dass sie jederzeit problemlos eingesetzt werden können. Sie sollten auch für einfache Bürger und Touristen sofort als Rettungsgeräte erkenn- und einsetzbar sein. Mit den speziell geformten Stangen wurden schon viele Gegenstände wie Taschen, Mützen, Hüte aus der Reuss gefischt, zur grossen Freude der vom Verlust betroffenen Touristen. Mit den neuen Geräten ist das nicht mehr möglich. Sicherheit geht vor? Ja, aber Verhältnismässigkeit ist gefragt. Übertriebenes Sicherheitsdenken fördert die Risikobereitschaft und bewirkt das Gegenteil.

Andy Raeber, Luzern

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