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Die OKB beweist, dass es auch ohne Subventionen geht

«Kantonalbank präsentiert Plan B für Hauptsitz», Ausgabe vom 31. Oktober

Der neu geplante Hauptsitz der Obwaldner Kantonalbank (OKB) im Sarner Quartier Feld wird ein quadratischer Holzbau. Das freut mich als «Hölzigen» sehr. Weiter hält die OKB fest: «Es ist auch eines der kostengünstigeren Projekte.» Aus fünf Projekten von Obwaldner Architekten hat sich eine Holzlösung durchgesetzt. An der letzten Sitzung berieten wir im Obwaldner Kantonsrat über einen Vorstoss, der Holz per Gesetz fördern wollte, sprich, Bauherren, die mit Holz bauen, sollten vom Staat eine Prämie von 150 Franken pro Kubikmeter erhalten. Seit Jahren setzte ich mich – auch politisch – für mehr Schweizer Holz ein im Bauwesen. Trotzdem konnte ich dieser Motion nicht zustimmen, weil ich aus tiefer Überzeugung gegen jegliche Art von neuen Subventionen bin. Subventionen sind keine Kernaufgabe des Staates und führen in den meisten Fällen zu krassen Wettbewerbsbehinderungen.

Das absolut beste Beispiel ist unsere OKB. Ohne Aussichten auf staatliche Unterstützung hat sich eine Holzlösung in einem Projektwettbewerb gegen vier Mitbewerber durchgesetzt. Holz ist ein absolut wettbewerbsfähiger einheimischer Rohstoff, der sich auch finanziell für den Bauherrn rechnet. Zum Schluss möchte ich den Verantwortlichen der Bank gratulieren zu ihrem nachhaltigen Entscheid, auf einheimisches Schaffen zu setzen. «Es gibt nicht manche Bank in der Schweiz, die in Holz gehalten ist», schreibt die OKB. Dazu kann ich nur sagen, es gibt auch nicht manche Bank, die eine so kompetente Führung hat in Sachen nachhaltigem Denken und Lenken wie die OKB.

Albert Sigrist, Kantonsrat SVP, Giswil

Beim Lesen dieses Berichts sind mir spontan einige Gedanken und Fragen gekommen, die ich als «fremder Fötzel» ohne detaillierte Kenntnisse niederschreibe. Die ursprünglichen Pläne für einen neuen Hauptsitz im Zentrum scheiterten nach jahrelangem Rechtsstreit bis vor Bundesgericht. Hauptgrund ist der Ortsbildschutz im Sarner Dorfkern. Sind diese Vorgaben tatsächlich so komplex und unklar, dass Behörden und Planer diese nicht schon vorher hätten erkennen können und der jahrelange Streit nicht nötig gewesen wäre? Mit dem neuen «Plan B» lasse sich jedenfalls «wesentlich einfacher und leichter bauen», ist zu lesen. Müsste man da also nicht dankbar sein für Leute, die viel Mut und Risiko für diese Einsprache hatten? Sehr oft werden Einzelpersonen und Organisationen, die sich legal auf dem Rechtsweg gegen oder für etwas einsetzen, negativ tituliert als «Böse» oder «Verhinderer». Das Beispiel des neuen OKB-Hauptsitzes in Sarnen zeigt, dass es nicht zwingend immer so ist. Die Aufhebung der Baubewilligung für einen Neubau am bestehenden Standort an der Bahnhofstrasse hat noch andere Folgen: Die 160 Arbeitsplätze und die 90 neuen Parkplätze belasten den Dorfkern nicht mehr so stark oder nicht noch zusätzlich. Die Verkehrserschliessung sei am neuen Standort im Quartier Feld mit der Nähe zur Autobahn besser, sagt die Bank heute. Passt das nicht auch gut zum Thema Ortsbildschutz? Ist der «Plan B» sogar besser als das nun abgeschlossene Kapitel?

Rolf Müller, Ennetmoos

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