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Die Probleme müssen gemeindeübergreifend gelöst werden

Zur Verkehrssituation in Risch-Rotkreuz
Kaspar Bühler, Rotkreuz

Mit dem Ausbau des Bahnhofes Rotkreuz und mit der Linienführung der Autobahn kam Rotkreuz zu einem vielversprechenden Industriegebiet mit einer landesweiten Bedeutung. Die boomende Bautätigkeit zeigt aber auch die Schattenseiten dieser enormen Entwicklung schonungslos auf. Die bisherige Praxis von punktuell vorgenommenen Verbesserungen an neuralgischen Orten genügt für den anfallenden Verkehr nicht mehr. Die von der Gemeinde und dem Kanton eingesetzte Planungsgruppe hat sich mit der Situation auseinandergesetzt, und es liegt nun ein Gesamtkonzept mit Bestvariante, Bypass zum Kreisel Forren und die beidseitigen Halbanschlüsse ab der Autobahn in die Buonaserstrasse zur Stellungnahme vor, welche als Basis für den zu überarbeitenden kantonalen Richtplan dienen soll. Man ist gewillt, die Problematik Verkehr in Risch-Rotkreuz nicht mehr auf die lange Bank zu schieben.

Die vorgeschlagene sogenannte Bestvariante überzeugt aber nicht vollends. Der Verkehr muss ab den Parkhäusern der Roche und dem Bereich der Überbauung Suurstoffi abgenommen und kanalisiert werden, um so direkt auf die Autobahn zu gelangen. Den zu erwartenden Mehrverkehr solidarisch auf die Gemeinde zu verteilen, würde ein grosses Unverständnis und Unbehagen auslösen und kann so nicht der Bevölkerung zugemutet werden. Ausserdem ist eine Verteilung des Problems keine Lösung, schon gar nicht eine nachhaltige. Auf keinen Fall darf der Mehrverkehr über bestehende, hochwertige Wohngebiete umgeleitet werden. In Buonas, Risch und Oberrisch sind erhöhte gestalterische und bauliche Massnahmen vorgeschrieben, was zu einer hohen Wohnqualität führt.

Mit den neu geplanten Autobahnhalbanschlüssen ab der Buonaserstrasse und dem entstehenden Mehrverkehr wird vieles zerstört. Die Buonaserstrasse ist die prioritäre Verbindung vom Dorfzentrum Rotkreuz in die Teilgebiete Buonas, Risch und Oberrisch und dient zudem mit Trottoir, Radweg und Beleuchtung als sichere Verbindung zum Schulbesuch in Rotkreuz. Ab der Buonaserstrasse werden heute viele öffentliche wie auch private Gebäude, Plätze und Grundstücke erschlossen, unter anderen Schwimmbad, OKK-Tankanlage, Vitaparcours, Tennisanlage, Kindergarten, Blauring- und Jungwachtgebäude, Werkhof, Fussball- und Sportplatz, Dreifachturnhalle, Gemeindezentrum, Bahnhofanlage, SBB Park and Ride, Alterszentrum und Alterswohnungen sowie die Schulanlage Waldegg mit Verbindung von der Waldegg- in die Meierskappelerstrasse. Des Weiteren wird eine Mehrbelastung der Buonaserstrasse unweigerlich zu erhöhtem Verkehrsaufkommen im Dorfzentrum und in der neuerstellten Fussgängerzone führen.

Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die vorhandenen Verkehrsprobleme gemeinde- und kantonsübergreifend gelöst werden, um dabei die vorhandene Wohnqualität in den verschiedenen Lagen und Quartieren zu erhalten und nachhaltig zu sichern. Vor allem muss eine nachhaltige Lösung angestrebt werden, die die Probleme am Ursprungsort aufnimmt und sich nicht auf die weitere Umgebung ausdehnen kann.

Kaspar Bühler, Rotkreuz

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