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Die Tiefsteuerstrategie und ihre Folgen für den Durchschnittsbürger

«Steuerstrategie: Endlich Fehler eingestanden», Ausgabe vom 26. Oktober
Fritz Baumann,

Um 23.30 Uhr weckt uns die Hausglocke aus dem Schlaf. Ich begebe mich zur Gegensprechanlage und frage, wer da sei. Radebrechend begehrt ein Mann Einlass. Von einem Kollegen, von einem verlorenen Schlüssel ist die Rede. Ich entgegne: Zu dieser späten Stunde öffne ich keiner unbekannten Person die Türe. Das Ganze kommt mir suspekt vor, und ich rufe über die Nummer 117 die Polizei an. Meine Erwartung: Eine Patrouille soll unser Haus und die nähere Umgebung kurz inspizieren, ob allenfalls ein Einbruch im Gange sei. Antwort des diensthabenden Polizeimannes: Es befindet sich keine Patrouille in der Nähe. Aus Spargründen stünden ihm keine Leute zur Verfügung. So steht es also um die viel gepriesene Sicherheit der Bevölkerung. Was für ein Kanton. Eine Bananenrepublik?

Fritz Baumann, Kriens

«Die Regierung lobt ihre Strategie noch immer», und «für die Bürgerlichen ist die Tiefsteuerstrategie dennoch ein Erfolg», war im Bericht zu lesen. Wie kann eine Regierung hinstehen und zum x-ten Mal vom Erfolg einer Strategie sprechen und im gleichen Atemzug festhalten, dass 2021 die Einnahmen aus Unternehmenssteuern immer noch 5 Millionen tiefer liegen als 2011? Realitätsfremder geht’s wohl kaum!

Dass die Bürgerlichen diese Strategie dennoch als Erfolg betrachten, ist nicht weiter verwunderlich, sind es doch gerade Vertreter aus diesem Kreis, die von dieser so genannten Strategie am meisten profitieren! Kommt dazu, dass sie am Aufbau der durch den Zuzug zusätzlicher Arbeitskräfte bedingten Wohn- und Dienstleistungsinfrastruktur zusätzlich in ihre Taschen wirtschaften können und konnten. Stellt sich noch die Frage: Was sind denn eigentlich die Auswirkungen der Strategie für den Normalbürger in der unteren Hälfte der Wohlstandshierarchie? Es sind: Leistungsabbau an allen Ecken und Enden im Bildungsbereich.

Leistungsabbau im Bereich Dienstleistungen und Soziales. Infrastrukturkosten gehen auf Kosten der normalen Steuerzahler.

Wegen höherer Nachfrage verteuern sich die Wohnkosten. Es gibt gravierende Verkehrsprobleme im Individualverkehr wie auch im ÖV im urbanen Raum. Das führt zu zusätzlicher Umweltbelastung. (Dies trifft allerdings alle!) Im Grunde genommen ist das eine insgesamt unerfreuliche Bilanz. Mit dem Effekt, dass der sogenannte Normalbürger immer stärker an den Rand des Wohlstandskuchens verdrängt wird. Höchste Zeit für die Regierung, diese Situation gründlich zu überdenken, vom Wunschdenken wegzukommen und der Realität ins Auge zu schauen. Was wir brauchen, ist nicht eine Tiefsteuerstrategie, die Unternehmungen bevorteilt und bis heute vor allem negative Auswirkungen hat, sondern eine Steuerstrategie, die ausgewogen und gerecht ist.

Willy Kaufmann, Meggen

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