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Die Treue und Tapferkeit der Schweizer

«Löwendenkmal: ‹Eine geniale Manipulation›», Ausgabe vom 27. April
Robert Bollschweiler,

Das Löwendenkmal als Erinnerung an einen reaktionären Akt gegen das französische Volk darzustellen, ist irreführend, und die Frage, ob man das Denkmal deshalb nicht abreissen sollte, geradezu absurd. Dieses Denkmal erinnert an die soldatische Treue und Loyalität gegenüber Ludwig XVI. Dieser befahl der ihn beschützenden Schweizergarde, als das wütende Volk in die Tuilerien eindrang, sich kampflos in ihre Kasernen zurückzuziehen, da er kein französisches Blut vergiessen wollte. Die Garde befolgte strikt diesen Befehl und wurde vom Pöbel beim Rückzug weitgehend niedergemetzelt. Das Löwendenkmal erinnert also an die absolute Treue der Garde und verdient sehr wohl seinen Platz hier in Luzern.

Robert Bollschweiler, Luzern

Gemäss Duden ist Manipulation ein «undurchschaubares, geschicktes Vorgehen, mit dem sich jemand einen Vorteil verschafft, etwas Begehrtes gewinnt».

Ist diese Aussage angemessen gegenüber dem Löwendenkmal?

Es wird im Artikel behauptet: «Das Löwendenkmal feiert einen reaktionären Akt gegen das Volk während der Französischen Revolution.»

Es geht um wenige hundert Schweizergardisten, die im Wesentlichen die Königsfamilie vor einem Sturm des Wohnsitzes, der Tuilerien, schützen sollten, so wie die Mission damals lautete.

Das soll nun der reaktionäre Akt sein?

Absurd, wenn ich an die Denkmäler in München denke, beispielsweise an den Feldmarschall Graf von Tilly, der für das Massaker in Magdeburg mit Zehntausenden von Toten im Dreissigjährigen Krieg verantwortlich war.

Man müsste gleich die Feldherrnhalle ausräumen und schliessen und viele weitere Denkmäler nur schon in dieser Stadt schleifen. Erfreuen wir uns einstweilen an der künstlerischen Qualität des Löwendenkmals!

Georges Bridel, Luzern und München

Das Löwendenkmal «feiert» nicht, wie im Artikel behauptet wird, «einen reaktionären Akt gegen das Volk».

Sondern es ehrt das, was in lateinischer Sprache darauf steht, nämlich die Treue und Tapferkeit der Schweizer. Das sind, in diesem Falle, die Schweizer, die damals bis in den Tod einem Versprechen treu blieben, das sie gegeben hatten. Das galt einmal als Tugend. Ist das heute nicht mehr zu verstehen?

Monica Chappuis, Meggen

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