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Leserbrief

Die UCH wird gar nichts zur Entlastung beitragen

Zum Leserbrief «Unsinnige Verkehrsumlagerung in Cham», Ausgabe vom 8. Mai

Man erinnert sich gut: Vor der Abstimmung über die Umfahrung Cham-Hünenberg (UCH) wurde uns für Cham das Blaue vom Himmel herunter versprochen betreffend Verkehrsentlastung, Flaniermeile und so weiter. Damit erreichte man 2007 bekanntlich die Zustimmung mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur wenigen Promille. Leider verstärkt sich meine damalige Befürchtung unterdessen zur Gewissheit: Die UCH wird gar nichts zur Entlastung beitragen, sondern nur eine weitere Durchgangsachse für den anscheinend schicksalshaft wachsenden privaten Motorverkehr öffnen.

Vor drei Jahren habe ich mittels Einsprache zum UCH-Projekt ein Parkplatz-Moratorium für den Chamer Ortsbereich verlangt. Das heisst, die weitere Bewilligung von grösseren Parkieranlagen sollte gestoppt werden, bis das Verkehrsberuhigungskonzept für den Ortsbereich definitiv und rechtsverbindlich beschlossen ist.

Die Einsprache wurde mit der Begründung unterschiedlicher Kompetenzebenen abgeschmettert. Bei den diesbezüglichen Verhandlungen – so weit sie mir überhaupt gewährt wurden – stellte ich mit Erschrecken fest, wie naiv und blauäugig die zuständigen Instanzen jeden Zusammenhang zwischen Parkplatzangebot und Verkehrsaufkommen leugneten.

Dabei müsste es jedem klar sein: Je mehr gebaut und ausgeweitet wird, umso schwieriger gestaltet sich die Suche nach einer Lösung, welche den seinerzeitigen Versprechungen vor der UCH-Abstimmung entspricht. Irgendwie erinnert die Situation an den Zuger Postplatz. Erst nachdem das Parkhaus praktisch bezugsbereit steht, wird die als Kompensation versprochene Aufhebung von oberirdischen Parkplätzen im Nachhinein plötzlich in Frage gestellt. Durch die Beschwerde meinerseits wird das Zuger Verwaltungsgericht in nächster Zeit zu beurteilen haben, ob ein solches Vorgehen in Bezug auf die UCH rechtlich zulässig ist.

Jürg Röthlisberger, Cham

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