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Die USA – ein gutes Beispiel?

Zur No-Billag-Initiative
Urs Perner, Allenwinden

Im «Medienclub» vom 15. Januar auf SRF 1 war von dem Radiounternehmer und feurigen No- Billag-Befürworter Giuseppe Scaglione eine aufschlussreiche Einschätzung zu vernehmen. Er bezeichnete die Radio- und Fernsehsituation in der USA als beispielhaft und verkündete, dass die Schweiz mit Annahme von No Billag zu diesem Vorbild aufschliessen könnte.

Glücklicherweise konnte der ebenfalls anwesende Caspar Selg, Mitglied des schwei­zerischen Presserates, die Verhältnisse ins richtige Licht rücken. Als Beispiel für die Verhältnisse in Sachen Radio und Fernsehen in den USA verwies er auf die Präsidentschaftswahlen. Wie entsprechende Untersuchungen zeigten, wurden von den unzähligen Sendern (wirtschaftlich orientiert oder von Politmogulen gesteuert) vor allem Sen­sationen, Klatsch und Tratsch produziert; unterbrochen nur von langen Reklameclips (auch Klatsch und Tratsch will finanziert sein). Sachdienliche, ausgewogene Information hatte da äusserst wenig Platz.

Nun, das Resultat solch «vorbildlicher Verhältnisse» kennen wir ja. Ich jedenfalls kann mich nur fragen, wie man sich als Schweizer diese amerikanischen oder auch berlusconischen Informationsverhältnisse herbeiwünschen kann. Selbst wenn es die vielen anderen gewichtigen Argumente zur Ablehnung dieser Initiative nicht gäbe, würde mir schon die Aussicht auf eine derart strukturierte Radio- und Fernsehlandschaft nur den Schluss zulassen: No Billag – no danke!

Urs Perner, Allenwinden

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