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Die Verkehrsprobleme von Luzern und wie man sie lösen könnte

«Parkhaus Musegg: Stadt sucht nach Alternativen», Ausgabe vom 9. September
Andreas Stäuble, Präsident Verein Gegen das Parkhaus Musegg und Für Sinnvolle Lösungen, Luzern

Der Verein gegen das Parkhaus Musegg und für sinnvolle Lösungen begrüsst den Entscheid des Stadtrats: Nach Prüfung der ihm nun abschliessend vorliegenden Fakten distanziert dieser sich gänzlich vom Projekt eines Parkhauses im Musegghügel und wird einen Gegenvorschlag zur anstehenden Initiative vorlegen. Der Stadtrat kommt zum Schluss, dass dieses private Projekt für die Stadt ein zu grosses finanzielles Risiko darstellt und zudem keinen Beitrag zu den notwendigen Lösungen der Verkehrsproblematik in Luzern leistet. Weitere Argumente, die gegen dieses Projekt sprechen, sind auch auf unserer Website einsehbar.

Als Einwohnerbewegung möchten wir, dass nicht nur Experten über Lösungen befinden, sondern auch wir Betroffenen: Deshalb möchten wir den Stadtrat bei der Entwicklung einer nachhaltigen Lösung unterstützen: Senden Sie uns Ihre Ideen zur Lösung der Verkehrsproblematik und des Carproblems. Wir fassen sie in einer Übersicht zusammen und übergeben sie im Dezember 2017 als erweiterten Input dem Stadtrat. Bis Ende November 2017 senden an: Verein gegen das Parkhaus Musegg und für sinnvolle Lösungen, Schirmertorweg 6, 6004 Luzern/info@gegendasparkhausmusegg.ch.

Andreas Stäuble, Präsident Verein gegen das Parkhaus Musegg und für sinnvolle Lösungen, Luzern

Ich begrüsse es als Nichtanwohner dieser Stadt, dass der Stadtrat das Projekt Musegg bachab geschickt hat, denn ich glaube nicht, dass dieses Parkhaus jemals vom Souverän eine Zustimmung erhalten hätte. Genauso wenig wie ein Parkhaus Schweizerhofquai eine Mehrheit vor dem Stimmvolk erhalten würde. Beide Projekte lösen das Verkehrsproblem der Stadt Luzern in keiner Art und Weise.

Wieso? Weil bei diesen Projekten der Verkehr nach wie vor direkt ins Zentrum geführt würde. Die Haldenstrasse ist schon jetzt meistens derart überlastet, dass man zeitweise über eine halbe Stunde für die Strecke Verkehrshaus–Schweizerhofquai braucht. Da stellt sich mir definitiv die Frage, wie das denn wäre, wenn genau an dieser hochfrequentierten Stelle ein Parkhaus gebaut würde. Ganz abgesehen davon, dass dort über Jahre eine riesige Baustelle bestehen würde, welche den Verkehr massiv beeinträchtigen würde. Ich verstehe nicht, weshalb man den Verkehr nicht am Stadtrand anhalten lässt und das Zentrum, sprich Schweizerhofquai/Schwanenplatz, mit einer schnellen ÖV-Verbindung erschliesst!

Ernst Riesen, Weggis

Unverständlich, dass Projekte wie das Parkhaus Musegg oder das Seeparking lanciert werden, nur um die Cartouristen unmittelbar ins Zentrum der Stadt Luzern zu chauffieren. Wir ersticken bereits heute im Verkehr. Wir könnten weder ein massiv höheres Verkehrsaufkommen auf der Achse Schweizerhofquai noch zusätzlichen Verkehr durch die Ein- und Ausfahrt zum Parkhaus Musegg über die Geissmattbrücke und in der Altstadt bewältigen.

Weit in die Zukunft geplant, ist ein erhöhtes Parkplatzangebot an der Peripherie der Stadt Luzern einzurichten. Schade, dass die Stimmen für das Projekt Metro verstummt sind. Dieses bietet eine optimale Verkehrslösung und ist für die Region und Stadt Luzern zukunftsgerichtet. Der Standort Ibach bietet genügend Platz, um je nach Bedarf eine Anzahl Parksilos zu erstellen. Weiter ist der Anschluss an die Autobahn bereits vorhanden. Die Anbindung ans Zentrum mit Standort Schwanenplatz sowie einer zusätzlichen Haltestelle Kantonsspital Luzern ist optimal gewährleistet.

René Kunz, Luzern

Die Verkehrsprobleme in der Stadt und Agglomeration sind ein Dauerbrenner, gesucht wird die Quadratur des Kreises. Das Problem wollen viele mit neuen Parkhäusern lösen.

Parkplätze in der Innenstadt generieren aber Verkehr, den viele nicht wollen. Deswegen kann ein Parkhaus Musegg oder Schweizerhof nicht die Lösung des Problems sein. Es verursacht vielmehr neue.

Die Innenstadt muss vom privaten Autoverkehr befreit werden. Dazu gehört auch, dass die Seebrücke für diesen gesperrt wird.

Innenstädte mit Privatverkehr sind keine Zukunftsperspektive, er braucht zu viel Platz. Ohne Privatverkehr hätten wir genügend Platz für Velos und Fussgänger.

Was gäbe das für Gestaltungsmöglichkeiten an unserem See, was könnten wir da für eine Atmosphäre schaffen für uns und die Touristen ohne Privatautos. Da wären noch die Parkplätze: Wir bauen im Ibach ein grosses Parkhaus für Personenwagen und Cars. Die Erschliessung des Zentrums realisieren wir mit einer Gondelbahn. Stellen Sie sich den Hype vor bei einer Fahrt über Friedental und die Museggmauer mit Blick auf See und Berge. Besser können wir unsere Stadt nicht verkaufen.

Zudem wäre eine Gondelbahn etwa zehnmal billiger als eine Metro. Die Fahrt in einer luftigen, nahezu geräuschlosen Gondel mit wunderbarer Aussicht ist nicht zu vergleichen mit der in einer betongrauen Metro. Das ist ein Konzept, das man weiterverfolgen muss.

Gondelbahnen sind keine Utopie, das ist machbar. Schon 2010 hat sich die Gemeinde Kriens mit der Idee einer Gondelbahn befasst. Dazu kommen realisierte Projekte in La Paz und Algier mit ähnlichen topografischen Verhältnissen wie bei uns. Es ist der richtige Zeitpunkt, um die Idee wieder aufzunehmen und gründlich zu studieren.

Man sollte die Verkehrsplanung nicht den Autofahrern und der Wirtschaft (Parkhausplaner) überlassen.

Die Stadt und die Agglogemeinden sollten eigene Konzepte an die Hand nehmen. Blog: verkehrluzern.blogspot.com. Ich werde mich über jeden Kommentar freuen.

Edi von Deschwanden, Bauingenieur HTL, Luzern

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