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«Die Zunahme der Luchsdichte ist erfreulich»

«Sieben ‹Urner› Luchse nachgewiesen», Ausgabe vom 18. Juli
Kurt Eichenberger, Geschäftsleiter Wwf Uri, Luzern

Im Artikel von Florian Arnold werden die Resultate der Luchszählungen von Kora in der Zen­tralschweiz präsentiert und dis­kutiert. Schade, dass im Artikel zwar Urner Vertreter von Regierung und Jagd zu Wort kommen, nicht aber die Umweltorganisationen. Diese befassen sich ebenfalls stark mit dem Thema und haben bei den Zählungen mit Freiwilligen mitgeholfen, wie die Jäger auch. Die Luchsdichte hat in den vergangenen drei Jahren im Referenzgebiet Zentralschweiz Mitte um gut 60 Prozent zugenommen. Das ist erfreulich. Der Luchs fühlt sich in der Zentralschweiz of­fenbar wohl und vermehrt sich, was angesichts der grossen Wild­bestände und des guten Lebensraums nicht weiter er­staunt. Der Luchs gehört seit jeher in die Schweiz und spielt eine ökologisch wichtige Rolle. Er hilft mitunter, das Wald-Wild-Gleichgewicht zu verbessern, indem er vor allem die grossen Rehbestände dezimiert. Diese setzen dem Jungwuchs im Wald zu, was gerade bei Bannwald auch für uns Menschen von grosser Bedeutung ist. Die Luchsdichte nimmt gemäss der Studie innerhalb des untersuchten Gebiets von West nach Ost deutlich ab.

Die Zahlen zeigen klar, dass in Uri noch deutlich weniger Luchse unterwegs sind als im Rest des Referenzgebiets. Insofern sind Aussagen über einen offenbar «grossen Luchsbestand» und der Ruf nach Re­gu­lation – ausgerechnet in Uri – schwierig nachzuvollziehen. Dass die Jäger zudem die bes­seren Regulatoren seien, ist ebenso wenig verständlich. Luchse sind im Gegensatz zum Jäger ganzjährig unterwegs und sorgen nachgewiesenermassen für einen kleineren, aber gesunderen Wildbestand. Jäger und Luchse sollten deshalb nicht Konkurrenten sein, sondern Partner werden.

Kurt Eichenberger, Geschäftsleiter WWF Uri, Luzern

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